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Veranstalter: ZLB-Arbeitsbereich "Kultur und Bildung" Mittwoch, 17.6.2026: 14:00 - 19:00 Uhr; M3N/00.26Die Welt, in der wir leben, war und ist nicht nur sozial, sondern auch medial und soziotechnisch. Ihre soziotechnische Seite wird in Zeiten des medialen, bzw. digitalen, Wandels besonders erkennbar. (Digitale) Medien und Infrastrukturen – wie etwa Algorithmen, Datenbanken, Überwachungssysteme, Social Media, (Bildungs-)Plattformen oder Learning Analytics – steuern, im Guten wie im Schlechten, unter anderem in Bildungskontexten, die Wahrnehmung und Formung von Identitäten, unser Verhalten und Handeln, menschliche wie nicht menschliche Beziehungen. Sie enkodieren und reproduzieren oft unhinterfragte Normen, Wertungen, (Vor-)Urteile und Ungleichheiten.
Doch wie kommen diese auf der technischen, medialen Ebene zustande? Und wie kann gewährleistet werden, dass möglichst viele an der Entwicklung und dem (Fort-)Bestehen (neuer) soziotechnischer Welten teilhaben und sie im Sinne der Gleichberechtigung mitgestalten?
Design Justice analysiert und denkt Prozesse des soziotechnischen Designs neu. Sie stellt Menschen, die durch Mediendesign normalerweise marginalisiert werden, in den Mittelpunkt und nutzt kollaborative, kreative Techniken, um die Herausforderungen eines gleichberechtigten gemeinschaftlichen Lebens anzugehen. Design Justice ist in diesem Sinne eine Praxis des Widerstands, der soziokulturellen Transformation und der Innovation.
Der Maker-Tag reflektiert Mediendesign und Design Justice als soziokulturelle Phänomene, führt in die Praxis der Design Justice ein und diskutiert sie als Format des forschenden Lernens und Lehrens in Bezug auf unterschiedliche (Unterrichts-)Fächer und Wissenskulturen.
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