|
Veranstalter: ZLB-Arbeitsbereich "Kultur und Bildung" in Kooperation mit dem ZLB-Arbeitsbereich "Diversität und Inklusion" Freitag, 14.11.2025: 9:00 - 14:45 Uhr; LU19/00.09Der Anspruch einer inklusiven Bildung, für alle den bestmöglichen Bildungserfolg unabhängig von ihren Ausgangsbedingungen zu ermöglichen, stellt hohe Anforderungen an die Qualität von Unterricht und Schule sowie an die Kompetenzen von Lehrer*innen. Damit kommt der universitären Ausbildung von angehenden Lehrer*innen eine besondere Bedeutung zu.
Der Thementag will dazu anregen, sich mit Inhalten und Zielen von Inklusion – in ihrem Verständnis als gleichberechtige Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung am Leben und an Bildung – und mit eigenen Einstellungen und Überzeugungen auseinanderzusetzen, und damit erste Schritte hin zu einer Professionalisierung für zukünftiges Lehren und Lernen in heterogenen Klassen zu gehen.
Der Thementag beleuchtet die Themen ‚Inklusion‘ und ‚Behinderung‘ in Vorträgen und Workshops aus der kulturwissenschaftlichen Perspektive der Disability Studies, aus Sicht der Pädagogik, der Bildungspolitik sowie der schulischen und außerschulischen Praxis.
PROGRAMM
09:00 - 09:45 Uhr
Vortrag
Dr. Petra Anders
(Universität Bamberg)
Disability Studies meet Coming-of-Age: Erwachsenwerden in Serien
Der Vortrag zeigt auf, wie die kulturwissenschaftliche Perspektive der Disability Studies durch zeitgenössische Serien, die sich dem Erwachsenwerden von diversen Jugendlichen widmen, wertvolle Impulse für inklusives Lernen und ein inklusives Miteinander in heterogenen Klassen bieten kann. Das Medium Serie kann hier sowohl Lehrenden als auch Lernenden ein Vehikel für die Beschäftigung mit dem Thema 'Behinderung' bieten, das spannend ist und ohne erhobenen Zeigefinger auskommt.
10:00 - 11:30 Uhr
Workshop A
Dr. Dorothea Taube
(Universität Bamberg)
Selbstbestimmung und soziale Teilhabe durch Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation fördern
Im Workshop wird das interdisziplinäre Fachgebiet der Unterstützten Kommunikation (UK) in seiner Bedeutung für die Förderung von Selbstbestimmung und sozialer Teilhabe vorgestellt. Mit der Unterstützten Kommunikation werden alle Möglichkeiten beschrieben, die der Kommunikationsunterstützung, der Strukturierung und Visualisierung im kommunikativen Austausch dienen. Der Workshop dient dazu, zentrale Ziele, Funktionen und Prinzipien der Unterstützten Kommunikation vorzustellen und einen Einblick in deren Maßnahmen und Hilfsmittel für den schulischen und außerschulischen Alltag zu geben.
Workshop B
Johanna Brünker
(Universität Würzburg)
Herausforderndes Verhalten – Zugänge und Perspektiven
Im Workshop werden Ursachen und Zusammenhänge für schwieriges Verhalten von Schüler*innen vorgestellt. Im Perspektivwechsel wird deutlich gemacht, dass die Herausforderung sowohl bei den Schüler*innen, als auch auf Seiten der Lehrer*innen liegt. Ein solcher Blick kann helfen, Verhalten zu verstehen und neue Zugänge zum Umgang damit zu finden.
12:15 - 13:00 Uhr
Vortrag
Susanne Dörfler
(Grund- und Mittelschule Gaustadt)
Inklusive Schulentwicklung
Das Ziel des Vortrags ist es, Mut zu machen, Inklusion an Schulen umzusetzen und aufzuzeigen, welche Chancen für alle Beteiligten damit verbunden sind. Am Beispiel der Grund- und Mittelschule Gaustadt werden die Säulen für einen Schulentwicklungsprozess aus inklusiver Sicht aufgezeigt. Dazu gehören auch konkrete Beispiele gelingenden inklusiven Unterrichts wie die Implementierung des Churer Modells, Jahrgangsmischung und Hospitationen im Kollegium.
13:15 - 14:45 Uhr
Interaktiver Vortrag & Workshop
Claudia Drechsel, Christin Michaleck, Elisa Morgenroth, Marvin Voit, Ines Wolf
(Access – Inklusion im Arbeitsleben, Inklusive Bildung Bayern, Universität Erlangen-Nürnberg)
Nicht über uns ohne uns, sondern WIR miteinander: Inklusion in der Hochschule (er-)lebbar machen
Das Kooperationsprojekt "Inklusive Bildung Bayern" (IBB) qualifiziert Menschen mit Einschränkungen zu sogenannten ‚Bildungsfachkräften‘, die Inklusion an bayerischen Hochschulen lehren und dadurch (er-)lebbar machen. Nach der Vorstellung des Projekts gibt es die Gelegenheit, in Kleingruppen mit den angehenden Bildungsfachkräften in den Austausch zu treten. In diesem Kontext geben die angehenden Bildungsfachkräfte ihre persönlichen Inklusions-, Bildungs-, Arbeits- und Teilhabeerfahrungen aus erster Hand weiter. Sie schaffen Begegnung und Annäherung von Menschen in ihrer Vielfalt.
|