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Gaststudierendenverzeichnis >> Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften >>

Institut für Slavistik

Slavische Sprach- und Literaturwissenschaft, Kunst- und Kulturgeschichte

Vorlesungen

 

Semantik

Dozent/in:
Sandra Birzer
Termine:
Di, 14:00 - 16:00, U11/00.25
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: mailto:sandra.birzer@uni-bamberg.de Bitte melden Sie sich zusätzlich auch im entsprechenden VC-Kurs an
Inhalt:
Semantik ist jener Teilbereich der Linguistik, der sich mit der Bedeutung von Wörtern, Wortkombinationen und Sätzen auseinandersetzt. In der Vorlesung gehen wir u.a. den Fragen nach,
  • mit welchem Instrumentarium man (Wort)Bedeutungen erfassen kann,
  • wie man Wortfelder nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der Bedeutung gliedern kann. In welcher semantischen Beziehung stehen z. B. russ. зáмок und замóк oder pol. czas und chwila zueinander? Warum sind Synonyme wie z. B. K/S/B rječnik und tezaurus nie ganz bedeutungsgleich?
  • durch welche Wortbildungsmechanismen ergeben sich Unterschiede vom Typ K/S/B knjiškij vs. književni, poln. księgowy vs. książkowy oder russ. дружеский vs. дружный?
  • welche kulturspezifischen Konnotationen es gibt, z. B. zwischen dt. Esel und russ. ишак?
Empfohlene Literatur:
Löbner, Sebastian. 22013. Semantik. Eine Einführung. Berlin: DeGruyter.

Weitere Literatur wird zu Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.

Seminare, Proseminare und Übungen

 

A: Einführung in die Slavische Literaturwissenschaft

Dozent/in:
Erna Malygin
Termine:
Di, 12:00 - 14:00, U5/01.18
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:erna.malygin@uni-bamberg.de
Inhalt:
Der Kurs richtet sich vor allem an Studierende der ersten Semester. In dieser – für das Basismodul obligatorischen – Veranstaltung erwerben die Studierenden thematische und methodologische Grundkenntnisse im Bereich der Literaturwissenschaft im Allgemeinen und speziell der slavischen Literaturwissenschaft. Sie bekommen einen Begriff davon, was Literatur ist, wobei die Definitionsproblematik besprochen wird, und lernen verschiedene Arbeitstechniken und Gebiete der Literaturwissenschaft (Transliteration kyrillischer Texte, Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitiertechniken, Textanalyse und –interpretation, verschiedene methodische Ansätze u.a.) kennen. Dabei werden auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einzelnen slavischen Literaturen thematisiert. Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden literarische Texte verschiedener Gattungen in deutscher Übersetzung gelesen und anschließend im Seminar besprochen. Darüber hinaus wird ausführlich über den Aufbau des Studiums im Bereich Slavische Literaturwissenschaft gesprochen. Die Modulteilprüfung ist eine 90-minütige Klausur. Das Tutorium zum Seminar ist eine dringend empfohlene Unterstützung zur Vergewisserung bzw. Vertiefung des erarbeiteten Stoffes bzw. zur Klausurvorbereitung. Das gesamte Basismodul wird durch die zweite obligatorische Veranstaltung – Überblick (Vorlesung/Übung) über literarische Epochen – abgerundet, die jeweils im Sommersemester angeboten wird.
Empfohlene Literatur:
Siehe auch VC-Kurs

 

B: Epochen der Slavischen Literaturen

Dozent/in:
Erna Malygin
Termine:
Mo, 12:00 - 14:00, U5/02.22
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:erna.malygin@uni-bamberg.de
Inhalt:
Dieses Seminar des Aufbaumoduls Slavische Literaturwissenschaft wird regelmäßig in jedem Semester angeboten, jeweils mit verschiedenen Schwerpunkten. Es stellt eine Vertiefung der Veranstaltung Überblick über literarische Epochen (Ü/V) dar. Hier lernen Sie in einem sich über mehrere Semester erstreckenden Veranstaltungszyklus Autoren und Texte der einzelnen literarischen Epochen der Slavischen Literaturen vertieft kennen.
Die Prüfungsleistung für die maximale Punktzahl ist ein Referat mit Hausarbeit.
Empfohlene Literatur:
Siehe auch VC-Kurs

 

D: Poetik einer unglücklichen Frau. "Anna Karenina" von Lev Tolstoj (1828-1910)

Dozent/in:
Elisabeth von Erdmann
Termine:
Di, 14:00 - 16:00, U2/01.30
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:elisabeth.von-erdmann@uni-bamberg.de
Inhalt:
Anna Karenina (1877/78) ist eine weltberühmte Frau aus einem weltberühmten Roman, dessen Autor zu seiner Zeit ein Star war und heute zu den Großen der Weltliteratur gezählt wird.

Das Motto des Romans: „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre Art unglücklich“ schwebt auf Flügeln durch zahlreiche Texte.

Im Roman werden Geschichten erzählt und verwoben und Netze zu zahlreichen Kontexten geknüpft. Die Geschichte der wunderschönen Frau aus hoher Gesellschaft, die aufgrund ihrer Liebe außerhalb der Ehe zugrunde geht und langfristig auch den Geliebten mit sich reißt, ist einfach spannend. Ebenso auch die zwei weiteren Familiengeschichten, die vor, neben, zwischen und hinter der Hauptsache des Romans erzählt werden.

Wir haben mit diesem Roman ein Eldorado realistischen Schreibens und können aus dem Vollen eine Diskussion darüber führen, was Realismus in der Literatur überhaupt sein kann.

Wir steigen ein in Erzählstrategien und Kontexte, in Autorenkult und Kanonbildung und widmen uns so oft wie möglich dem Text selbst (in zwei Sprachen).

Literaturliste und Material werden im VC-Kurs bereitgestellt.
Empfohlene Literatur:
Eine ausführliche Literaturliste wird im VC-Kurs für alle Teilnehmenden bereitgestellt.

 

E: Literatur unter Alkohol. Das postmoderne Poem "Moskva-Petuški" von Venedikt Erofeev (1938-1990)

Dozent/in:
Elisabeth von Erdmann
Termine:
Di, 16:00 - 18:00, U5/02.17
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:elisabeth.von-erdmann@uni-bamberg.de
Inhalt:
Aus der Perspektive seines gescheiterten alkoholsüchtigen Helden Venička, eines Outcasts auf allen Ebenen, setzte Venedikt Erofeev mit seinem Buch Moskva-Petuški (entstanden 1969, Erstveröffentlichung 1973 in Israel) einen schwergewichtigen Kontrapunkt zum sowjetischen Literatur- und Kulturdiskurs.

Der Autor selbst ist mit seinem „ungenehmigten Dasein“ und seiner „stilistischen Ambivalenz“ in der heutigen kulturellen Wahrnehmung von einer mythischen Aura umgeben.

Die orientierungslos erscheinende, scheiternde Reise des sturzbetrunkenen Protagonisten Venička zu seinem kleinen Sohn und seiner Geliebten zeichnet sich durch zahlreiche Ausflüge in imaginale Welten aus, die von der russischen Kultur und der zeitgenössischen Epoche geprägt sind. Die Reise endet mit dem Tod Veničkas.

Die Analogien zur Biographie des Autors, der in einem Heim aufwuchs, vielen Jobs nachging, sich obdachlos illegal in zahlreichen Städten über Wasser hielt und dessen Schriften zum großen Teil verlorengingen, sowie auch die wie ein Krimi anmutende Publikationsgeschichte des von Erofeev selbst Poem genannten Romans bilden zusammen mit der in der Sowjetunion herrschenden Doktrin des sozialistischen Realismus spannende Kontexte für dieses ungewöhnliche Werk.

Der Schwerpunkt der Arbeit in dieser Veranstaltung liegt auf dem Text (in zwei Sprachen), auf dem Spiel mit Stilen, Texten, Verweisen und Bewusstseinsebenen, besonders auf den ausgeprägten intertextuellen Bezügen zu Bibel und Literatur sowie auch auf der Tradition des heiligen Narren in der russischen Kultur, in deren Rahmen Erofeevs Protagonist seine Konturen entwickelt.

Literaturliste und Material werden im VC-Kurs bereitgestellt.
Empfohlene Literatur:
Eine ausführliche Literaturliste wird im VC-Kurs für alle Teilnehmenden bereitgestellt.

 

F: Literarische Verknüpfungen in Moskau: Der Künstler, das Böse und die Liebe. "Master i Margarita" von Michail Bulgakov (1891-1940)

Dozent/in:
Elisabeth von Erdmann
Termine:
Mi, 16:00 - 18:00, U5/02.18
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:elisabeth.von-erdmann@uni-bamberg.de
Inhalt:
Michail Bulgakov schrieb einen der spannendsten und tiefgründigsten Romane der Weltliteratur. Sein großer Wurf ist der berühmte Doppelroman "Der Meister und Margarita"/"Master i Margarita". Er umfasst alles, was sich der Leser von einem literarischen Text wünschen kann und erschien erstmals zensiert 1966/67 in Fortsetzungen in einer Literaturzeitschrift und ungekürzt als Buch 1973.

Der weltberühmte Doppelroman mit dem Meister und Margarita sowie Jeschua und Pilatus führt durch zwei psychedelische Städte, zeigt satirisch den Aberwitz des Moskau der 20er und 30er Jahre im 20. Jahrhundert und der Machtstrukturen des Römischen Reiches zur Zeit von Jesus. Er stellt die Kooperation von Gut, Böse und Literatur dar und qualifiziert die Feigheit als die größte Sünde. Die Erlösung der beiden Helden am Schluss des Romans erscheint als mächtige Tat des "Meisters" (Held und Autor des Jeschua-Romans).

Der Leser erlebt eine spannende Teufels- und Künstlergeschichte über Sein und Nicht-Sein von Realität, Kunst, Moral und Künstler, eine weibliche Faustgeschichte, phantastische und groteske Schreibweisen sowie Satiren und Vieles mehr.

Michail Bulgakov erfreut sich heute in Russland und international großer Beliebtheit. Er gilt als genialer Satiriker, und seine Werke haben trotz aller Tiefgründigkeit auch für den heutigen Leser einen großen Unterhaltungswert.

Wir lesen und erforschen den Roman "Der Meister und Margarita" und stellen ihn in seine historischen und literarischen Kontexte. Dabei beobachten wir anhand ausgewählter Beispiele und mit literaturwissenschaftlichen Methoden den Text sowohl in russischer als auch in deutscher Sprache.

Wir widmen uns damit einem Roman, der vielen Lesern und Kritikern als der beste russische Roman des 20. Jahrhunderts gilt und der zum Kanon der Weltliteratur zählt.

Literaturliste und Material werden im VC-Kurs bereitgestellt.
Empfohlene Literatur:
Eine ausführliche Literaturliste wird im VC-Kurs für alle Teilnehmenden bereitgestellt.

 

G: Ein alter Streit und eine gute Geschichte. "Otcy i deti" von Ivan Turgenev (1818-1883)

Dozent/in:
Elisabeth von Erdmann
Termine:
Do, 14:00 - 16:00, U2/01.30
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:elisabeth.von-erdmann@uni-bamberg.de
Inhalt:
Ivan Turgenev (1818-1883) war Grenzgänger und realistischer Schriftsteller.

Er gestaltete das spannende 19. Jahrhundert im russischen Reich mit und war gleichzeitig in der russischen Kultur und in den westeuropäischen Kulturen zu Hause. Er gehörte zur höchsten gesellschaftlichen Schicht und wandte sich den Themen individueller Menschen in ihren Lebenswelten in Russland zu. Hierbei verdient das Spannungsfeld von Literatur und Musik, in dem sich Turgenev kulturell, biographisch und in seinem Schaffen bewegte, größere Aufmerksamkeit.

Turgenev verbrachte große Teile seines Lebens in Deutschland und Frankreich. Er übte nicht nur eine beachtliche Wirkung auf die ausländische Literatur aus, sondern ist am Bekanntwerden der russischen Literatur im europäischen Ausland wesentlich beteiligt.

Bestens gebildet und vernetzt griff er viele Themen seiner Zeit auf und machte sie zu „realistischer“ Literatur.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Roman „Väter und Söhne“ (Otcy i deti, 1861-/62), in dem ein sich als Generationenkonflikt ausdrückender Kulturkonflikt (zwischen Slavophilen und Westlern) zu Literatur und spannender Lektüre wird.

Wir lesen aus dem Roman in russischer und deutscher Sprache, rekonstruieren zeitgenössische und biographische Kontexte sowie die kulturellen Spannungsfelder der Zeit und analysieren die literarischen Werkzeuge, mittels derer Turgenev seinen „literarischen Realismus“ erschafft. Dabei erforschen wir die Wirkung dieses Autors im russischen und europäischen Kulturraum.

Literaturliste und Material werden im VC-Kurs bereitgestellt.
Empfohlene Literatur:
Eine ausführliche Literaturliste wird im VC-Kurs für alle Teilnehmenden bereitgestellt.

 

I: Dichtung im Einklang mit der Musik: Russische Libretti (Textbücher für Musik)

Dozent/in:
Kacha Ebralidze
Termine:
Do, 18:00 - 20:00, U2/01.30
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:kacha.ebralidze@gmail.com
Inhalt:
Die Prämiere der Oper Oktober im Bolschoj markierte das Ende seiner Dienstreise zum fachlichen Austausch mit den Kollegen in der Hauptstadt. Nach dem Abschied lief Vano die letzten Meter allein zum Hotel. Sein Flug ging erst in den frühen Morgenstunden. An Schlaf war jedoch nicht zu denken. Es war kalt, der Hauptstadtverkehr zog krachend an ihm vorbei und trotz Müdigkeit, Alkohol und zahlreichen Eindrücken, beschäftigte ihn nur eine einzige Frage: Warum sang Lenin nicht? Warum wies der Komponist Muradeli dem großen Führer einen Sprechgesang zu? Diese und andere Fragen zu Werken der russischen Literatur, die in Opernlibretti umgedichtet wurden, nehmen wir unter die Lupe.

 

J: Sophia - Figuration der Weisheit

Dozent/in:
Anna Rothkoegel
Termine:
Do, 16:00 - 18:00, U2/02.04
Do, 10:00 - 12:00, MG2/01.02
Do, 8:00 - 10:00, U2/01.36
Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt per E-Mail auf: mailto:anna.rothkoegel@uni-bamberg.de
Inhalt:
Seit dem Mittelalter wird in Europa zwischen der Scientia (Forschung, Wissenschaft) und der Sapientia (Erleuchtung, Weisheit) unterschieden. In der geplanten Lehrveranstaltung soll es gelingen, mit den Mitteln der (Kultur-)Wissenschaft die Figurationen der Weisheit zu beschreiben. Die Sophia ist dabei besonders bekannt. Als Ur-Weisheit Gottes (premudrost bo ija) hat sie in den theologischen Systemen der Ost- und Westkirche eine gewisse Funktion und spielt in den volkstümlichen Ritualen und Mythen in Osteuropa eine große Rolle. In dem Seminar werden die künstlerischen, theologischen und philosophischen Diskurse sowie die Bilder und Narrativa der Weisheit untersucht und diskutiert. Die Lehrveranstaltung richtet sich insbesondere an Studierende der Slavistik und u.a. Kulturwissenschaften.
Weitere Informationen im VC.
Empfohlene Literatur:
Alleida Assmann (Hrsg.): Weisheit. München 1991.
Lilienfeld, Fairy von ; Felmy, Karl Christian: Sophia, die Weisheit Gottes. Erlangen 1997.

 

Die slavischen Länder und Sprachen im Überblick

Dozent/in:
Nikolay Hakimov
Termine:
Mi, 16:00 - 18:00, U11/00.25
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: mailto:nikolay.hakimov@uni-bamberg.de Bitte melden Sie sich zusätzlich auch im entsprechenden VC-Kurs an
Inhalt:
Die Übung vermittelt einen Überblick über den slavischen Sprach- und Kulturraum als integralen Bestandteil des gesamteuropäischen Sprach- und Kulturraumes und führt in die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der Entwicklung der einzelnen slavischen Standardsprachen und Länder sowie ihre gegenwärtige Situation ein. Es werden auch die Verbindungen zu anderen europäischen Sprachen und Kulturen beleuchtet. Darüber hinaus werden Sie mit elementaren sprachsoziologischen sowie sprachhistorischen Grundbegriffen vertraut und werden diese auf slavisches Material anzuwenden üben. In der Übung werden folgende Themen behandelt: der slavische Hauptzweig der indogermanischen Sprachfamilie; slavischsprachige Länder und ihre Geschichte; Existenzformen der Sprache; Sprach(en)politik und Sprachplanung in slavischsprachigen Ländern. Die Themen und die Lektüretexte werden an die von den Teilnehmenden gelernten oder beherrschten Sprachen angepasst.
Empfohlene Literatur:
Lexika, Studien- und Handbücher:

Bohn, Thomas M. / Dietmar Neutatz (Hg.). 2009. Studienhandbuch Östliches Europa. Band 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Köln, Weimar, Wien: Böhlau.

Okuka, Miloš (Hg.). 2002. Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens (= Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens 10). Klagenfurt: Wieser.

Roth, Harald (Hg.). 2009. Studienhandbuch Östliches Europa. Band 1: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Köln, Weimar, Wien: Böhlau.

Tornow, Siegfried. 2011. Handbuch der Text- und Sozialgeschichte Osteuropas: von der Spätantike bis zum Nationalstaat. 2., überarb. Aufl. (= Slavistische Studienbücher, Neue Folge, 16). Wiesbaden: Harrassowitz.

 

Kunstzeitschriften der Moderne im östlichen Europa

Dozent/in:
Magdalena Burger
Termine:
Einzeltermin am 3.12.2021, 14:00 - 18:00, U5/01.18
Einzeltermin am 4.12.2021, 10:00 - 18:00, U5/01.18
Einzeltermin am 28.1.2022, 14:00 - 18:00, U5/01.18
Einzeltermin am 29.1.2022, 10:00 - 18:00, U5/01.18
Vorbesprechung: Freitag, 29.10.2021, 8:00 - 10:00 Uhr, U5/02.18
Inhalt:
Die Prozesse der Modernisierung und Urbanisierung vieler Städte im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert waren mit der rasanten Entwicklung eines breiten Spektrums an Zeitungen und Zeitschriften verbunden. Diese Periodika wurden in Kaffeehäusern konsumiert, in intellektuellen Zirkeln diskutiert – und die neuen Impulse wurden wiederum aufgenommen, um weitere Zeitschriften zu produzieren. Sie wurden zu einem zentralen Medium zur Inszenierung der Modernität: in Form von Texten, Fotos, Bildern und einer innovativen typographischen Gestaltung. So fand der intensive künstlerische und intellektuelle Austausch darüber, was „modern“ sei – verbunden mit einem Bruch künstlerischer Traditionen –, in den Kunstzeitschriften statt. Dabei bildeten diese „Knotenpunkte der Moderne/n“ (Nekula, 2019) kreative transnationale Verflechtungsräume, die sich etwa durch Mehrsprachigkeit auszeichneten und internationale Reichweite anstrebten.

Anhand ausgewählter Beispiele sollen die Strategien und Charakteristika der jeweiligen Medien und ihren Akteurinnen und Akteuren analysiert werden: z.B. in Poznán und Łódź (Z.B. Zdrój, Tel-Awiw), Krakau und Warschau (z.B. Blok), Kiew und Charkiw (z.B. Ukrains’ka khata, Nova generatsiia), St. Petersburg (z.B. Mir Iskusstva) und Moskau (z.B. Vesy), Prag (z.B. Moderní revue, Volné směry), Zagreb und Belgrad (z.B. Zenit), Berlin (z.B. Žar Ptica) oder anhand der internationalen Zeitschrift Veshch. Gegenstand. Objet: Revue internationale de l’art moderne. Dabei soll auch der Kontakt mit verschiedenen anderen Kontexten – kommerziellen, sozialen, politischen, historischen –, die diese Zeitschriften prägten, Berücksichtigung finden, um die Beziehungen zwischen Kunst und Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu beleuchten. Dafür werden auch Methoden und Ressourcen der Digital Humanities zur Anwendung kommen.
Empfohlene Literatur:
  • Brooker, Peter, Bru, Sascha, Thacker, Andrew & Weikop, Christian (Eds.): The Oxford Critical and Cultural History of Modernist Magazines. Volume III, Europe 1880-1940. Part II. Oxford 2013.
  • Brooker, Peter, Gasiorek, Andrzej & Longworth, Deborah & Thacker, Andrew (Eds.): The Oxford Handbook of Modernisms. Oxford 2010.
  • Passuth, Krisztina: Treffpunkte der Avantgarden Ostmitteleuropa. 1907-1930. Budapest, Dresden 2003.
  • Scholes, Robert & Wulfman, Clifford (Eds.): Modernism in the magazines. An introduction. Yale 2010.

 

Zwischen Kunst und Politik. Avantgarde und Modernismus in der Tschechoslowakei und Polen

Dozent/in:
Zuzana Güllendi-Cimprichová
Termine:
Do, 10:15 - 11:45, U2/01.36
ab 28.10.2021
Inhalt:
Wie in den anderen mittelosteuropäischen Ländern wurde die künstlerische Avantgarde in der Tschechoslowakei und in Polen in der Zwischenkriegszeit von einer starken Politisierung erfasst. Die bildenden Künstler und Architekten bemühten sich, den künstlerischen und politischen Anspruch miteinander in Einklang zu bringen, ohne dabei die Kunst auf das Niveau einer bloßen künstlerischen und architektonischen Illustrierung der angestrebten politischen Realität herabzuwürdigen. Ziel des Seminars ist die Analyse der Avantgarden und Modernismen in der Tschechoslowakei und in Polen im Spannungsfeld zwischen den innovativen künstlerischen Aktivitäten und dem politischen Anspruch. Aus den Bereichen der bildenden Kunst und der Architektur werden die unterschiedlichen avantgardistischen Strömungen, Programme, Akteure und ausgewählte Kunstwerke vorgestellt und diskutiert.
Empfohlene Literatur:
  • Europa Europa. Das Jahrhundert der Avantgarde in Mittel- und Osteuropa. Hrsg. von Ryszard Stanislawski und Christoph Brockhaus. Ausst.-Kat. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.
  • Krisztina Passuth: Treffpunkte der Avantgarden Ostmitteleuropa. 1907-1930. Budapest, Dresden 2003.
  • Annette Reich: Avantgardistische Strömungen in der tschechischen Bildhauerei. Von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Ersten Tschechischen Republik. O.O. 2003.
  • Der neue Staat. Zwischen Experiment und Repräsentation. Polnische Kunst 1918 1939. Hrsg. von Romana Schuler. Ausst.-Kat. Leopold Museum Wien. Ostfildern-Ruit 2003.
  • Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938). Hrsg. Von Wolfgang Asholt und Walter Fähnders. Stuttgart, Weimar 1995.
  • Marina Dmitrieva: Polnische Künstler und Der Sturm. In: Marion Brandt (Hrsg.): Grenzüberschreitungen. Deutsche, Polen und Juden zwischen den Kulturen (1918-1939) [Collquia Baltica 6], München 2006, S. 45-64.

Sprachpraktische Ausbildung

Die sprachpraktische Ausbildung in den slavischen Sprachen finden Sie unter Vorlesungsverzeichnis >> Fakultätsübergreifende Lehrveranstaltungen >> Sprachenzentrum >>

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