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Einrichtungen >> Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften >> Institut für Germanistik >>

Lehrstuhl für Literatur und Medien

 

Blockveranstaltung: Marshall McLuhan: Eine Einführung

Dozent/in:
Jörn Glasenapp
Angaben:
Vorlesung
Termine:
Einzeltermin am 7.5.2021, Einzeltermin am 8.5.2021, Einzeltermin am 9.5.2021, 10:00 - 14:00, Raum n.V.
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Blockveranstaltung
Freitag bis Sonntag,
7. Mai, 8. Mai, 9. Mai 2021
jeweils 10-14 Uhr


Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Grundlagen der Medienwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow
Inhalt:
Diese Vorlesung versteht sich in doppelter Hinsicht als eine Einführung: zunächst einmal, wie es ihr Titel impliziert, als Einführung in das zu gleichen Teilen verwirrende, widersprüchliche, provokative und visionäre Denken des in den 1960er und 1970er Jahren als Popstar des Wissenschaftsbetriebs gehandelten und nach wie vor hochrelevanten Medien- und Kulturforschers Marshall McLuhan (1911-1980); zum anderen als Einführung in jenes Fach, das erst durch diesen und speziell sein legendäres Axiom The medium is the message aus der Taufe gehoben wurde: die Medienwissenschaft.

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:

Douglas Coupland: Marshall McLuhan: Eine Biographie, Stuttgart 2011.
Sven Grampp: Marshall McLuhan: Eine Einführung, Konstanz 2011.
Daniela Kloock und Angela Spahr: Medientheorien: Eine Einführung, Paderborn 2012.
Rainer Leschke: Einführung in die Medientheorie, München 2007.
Dieter Mersch: Medientheorien zur Einführung, Hamburg 2009.
Hartmut Winkler: Basiswissen Medien, Frankfurt am Main 2008.

 

Blockveranstaltung: Tode in Venedig: literarisch, filmisch

Dozent/in:
Jörn Glasenapp
Angaben:
Vorlesung
Termine:
Einzeltermin am 23.4.2021, 12:00 - 16:00, Raum n.V.
Einzeltermin am 24.4.2021, Einzeltermin am 25.4.2021, 10:00 - 14:00, Raum n.V.
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Blockveranstaltung
Freitag, 23.04.: 12-16 Uhr
Samstag, 24.04.: 10-14 Uhr
Sonntag, 25.04.: 10-14 Uhr


Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Grundlagen der Medienwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Vorlesung (Teilnahme, 2 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow
Inhalt:
Möglicherweise war Henry James der erste große Romancier, der mit The Aspern Papers (1988), vor allem aber mit seinem späten Roman The Wings of the Dove (1902) Venedig eine dezidiert morbide Aura verlieh. Dass sich ihr die Serenissima seither nicht mehr entledigen konnte, dafür sorgten unter anderem drei Texte, die Venedig als Stadt des Todes in unser literarisches Gedächtnis eingetragen haben: zunächst und zuvorderst natürlich Thomas Manns berühmte Künstlernovelle Der Tod in Venedig (1912), sodann Daphne du Mauriers ins Übersinnliche hinüberspielende Erzählung Don t Look Now (1971) und schließlich Ian McEwans Psychothriller The Comfort of Strangers (1978). Angesichts der Tatsache, dass die Filmgeschichte Venedigs nicht eben reich an großen Werken ist, ist die außerordentlich Qualität der Adaptionen der drei genannten Texte durch Luchino Visconti (Morte a Venezia [1971]), Nicolas Roeg (Don t Look Now [1973]) und Paul Schrader (The Comfort of Strangers [1990]) absolut bemerkenswert. Die Vorlesung wird sich der drei Texte und drei Filme annehmen und auf diese Weise eine ganz eigene, zwischen Literatur- und Filmwissenschaft changierende Besichtigung der unwahrscheinlichste[n] der Städte (Thomas Mann) vornehmen.
Wichtig: Es wird davon ausgegangen, dass Sie sich mit den drei Texten und ihren filmischen Adaptionen vor der Vorlesung vertraut gemacht haben.

 

Dominik Graf: Deutschlands TV-Meisterregisseur

Dozent/in:
Felix Lenz
Angaben:
Seminar
Termine:
Mi, 14:00 - 16:00, Raum n.V.
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow
Inhalt:
Dominik Graf, 1952 zusammen mit dem deutschen Fernsehen geboren, ist einer der bedeutendsten und profiliertesten deutschen Film- und Fernsehregisseure der Gegenwart. Neben vielen anderen Auszeichnungen ist er mit 10 Grimme-Preisen einsamer Rekordhalter, und von zahllosen Kollegen wird er als stilbildender Vorreiter wahrgenommen. Mit bald 80 Kino- und Fernsehfilmen, Serien, Miniserien, Reihen – etwa der Jubiläumsfolge des TATORT, Essayfilmen und Literaturverfilmungen schlägt Graf alle anderen deutschen Filmschaffenden in Quantität und Vielfalt seiner Filme. Hierbei stehen aufs Ganze Polizeifilme als wiederkehrende Basis im Zentrum.
Quer durch sein Werk interessiert sich Graf stets für Fragen der Schuld, für die vielfältigen Härten des Großstadtlebens, für die Verstrickung realistischer Ermittlergestalten mit Mächten des organisierten Verbrechens oder politischen Verwerfungen und schließlich für den persönlichen Unschuldsverlust als einziger Möglichkeit, einen realistischen Weltzugriff zu gewinnen. Seine präferierten Genres sind der Coming-of-Age-Film, das Melodrama und vor allem der Polizeifilm. Hierbei erweist sich Graf stets als äußerst kreativer Schauspielführer. Trotz des eingeschränkten Rahmens des Fernsehens sucht er dabei stets auf dem Niveau bedeutender Vorbilder und in Reflex auf internationale filmästhetische Strömungen mit jedem Film den Film neu zu entdecken. Auf diese Weise hat er eines der interessantesten Werke der Gegenwart geschaffen.
Der skizzierten Vielfalt lässt sich unmöglich in nur einem Seminar gerecht werden. Für diesmal stehen daher Grafs Polizeifilme im Zentrum, während die anderen Werkflügel kursorisch und exemplarisch einbezogen werden. Ausgehend von Grafs 1980er-Jahre Fernsehserie DER FAHNDER und Grafs Beiträgen zu TATORT, POLIZEIRUF 110 und SPERLING wird es darum gehen, Grafs Beitrag zum Genre des Polizeifilmes anhand von Meisterwerke wie FRAU BU LACHT (1995) oder DER SCHARLACHROTE ENGEL (2004) und ER SOLLTE TOT (2006) zu klären und gleichlaufend hierzu die Bestandteile zusammenzusetzen, aus denen sich Grafs Opus Magnum, die faszinierende Miniserie IM ANGESICHT DES VERBRECHENS (2010) zusammensetzt. Als Kinowerke sollen DIE SIEGER (1994) und DER FELSEN (2001) besprochen werden, für die Essayfilme MÜNCHEN – GEHEIMNISSE EINER STADT (2000) einstehen. Melodrama und Coming-of-Age-Film anhand von DEINE BESTEN JAHRE (1998) und DER ROTE KAKADU (2005) erschlossen werden.
Empfohlene Literatur:
Eisenstein, Sergej M.: Jenseits der Einstellung: Schriften zur Filmtheorie, hg. v. Felix Lenz/Helmut H. Diederichs, Frankfurt am Main 2006.
Graf, Dominik/Peter Körte: Verstörung im Kino. Der Regisseur von Die Sieger im Gespräch mit Stefan Stosch über die Arbeit am Film, Wehrhahn-Verlag 1998.
Graf, Dominik: Schläft ein Lied in allen Dingen, Berlin 2009.
Graf, Dominik/Sievert, Johannes/Vietinghoff, Julia: Im Angesicht des Verbrechens: Die Entstehung einer deutschen Fernsehserie, Berlin 2010.
Hallberg, Jana / Weberka, Alexander: Dogma 95. Zwischen Kontrolle und Chaos. Alexander Verlag, Berlin 2001.
Hickethier, Knut, Filmgenres: Der Kriminalfilm, Stuttgart, 2005.
Huber, Christoph/Möller, Olaf, Dominik Graf, Wien, 2013.
Krützen, Michaela: Dramaturgie des Films: wie Hollywood erzählt, Fischer, Frankfurt 2004.
Lenz, Felix: „Widerspruch in Bewegung zum Filmwerk von Dominik Graf“, in: Augenblick Marburger Hefte zur Medienwissenschaft Nr. 47, Marburg 2010.
Lumet, Sidney: Filme machen, Heyne, München 1996.
Manche Filme habe ich nur wegen einer einzigen Szene gemacht! Ein langes Gespräch mit dem Regisseur Dominik Graf, Interview von Johanna Adorján, in: ZOO, April 2005, Nr. 6
Ritzer, Ivo (Hg.): Polar französischer Kriminalfilm, Mainz, 2012.
Sesslen, Georg, Copland, Marburg 1999.
Stehr, Manuela (Hg.): Der Rote Kakadu Das Buch zum Film Drehbuch Michael Klier und Karin Åström in einer Bearbeitung von Günther Schütter, Berlin 2006.
Wahl, Chris/Abel, Marco ua. (Hg.): Im Angesicht des Fernsehens Der Filmemacher Dominik Graf, München, 2012
Weston, Judith: Directing Actors, Michael Wiese Productions, Studio City, CA 1996.
Glasenapp, Jörn (Hg.): Dominik Graf, München 2015.

 

Einführung in die Medientheorien (vhb-Online-Seminar)

Dozent/in:
Corina Erk
Angaben:
Seminar, 2 SWS, ECTS: 8, vhb-Online-Seminar
Termine:
vhb-Online-Seminar
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modulzugehörigkeit Master Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Online-Aufgaben + Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Online-Aufgaben + Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Online-Aufgaben + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Online-Aufgaben + Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Seminar (Online-Aufgaben + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Online-Aufgaben, 4 ECTS)
Studium Generale: Online-Aufgaben, 4 ECTS

Kursanmeldung: 15.03.2021, 00:00 Uhr, bis 19.04.2021, 23:59 Uhr
Kursabmeldung: 15.03.2021, 00:00 Uhr, bis 19.04.2021, 23:59 Uhr
Inhalt:
Dieser Kurs vermittelt Ihnen Grundlagenkenntnisse der wichtigsten Medientheorien.
Ausgehend von den Thesen Platons und Lessings als Zeugnisse einer frühen Medientheorie, liegt der Fokus auf den medientheoretischen Überlegungen des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Begriff des Medialen und die individuellen Ausprägungen verschiedener Medientechnologien werden vor diesem Hintergrund ebenso verhandelt wie die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Medien.
Der Kurs bietet Ihnen nicht nur ein breites Faktenwissen, sondern auch vielseitige Möglichkeiten zur Anwendung und kritischen Reflexion der erlernten Inhalte: Durch die individuelle Auseinandersetzung mit medialen Fragestellungen können Sie Ihre analytischen Kompetenzen verbessern. Feste Lerngruppen eröffnen wiederum Räume zur Diskussion Ihrer Ideen und Positionen – nicht zuletzt hinsichtlich der Relevanz der Theorien für die gegenwärtige Medienlandschaft.

Dieses Seminar ist eine Online-Lehrveranstaltung in Kooperation mit der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb).
Das heißt: Sie haben keinen Präsenzunterricht in den Räumen der Universität, sondern belegen das Seminar von zuhause aus über die Lernplattform des Virtuellen Campus. Dort erhalten Sie alle Lernmaterialien (Videos, Primär- und Sekundärliteratur, Leitfragen zur Lektüre, verschiedene Aufgabenformen, ein Lernskript, weiterführende Materialien) und können online im Kursraum an Foren, Quiz-Formaten, Gruppenarbeiten, etc. teilnehmen.

Sie können den Kurs bei der vhb kostenfrei besuchen, müssen sich dafür aber bei der vhb unter https://www.vhb.org/ anmelden. Nach der Anmeldung bei der vhb können Sie den Kurs auf der Homepage der vhb im Classic-vhb-Kursprogramm finden, und zwar in der Fächergruppe Geistes- und Kulturwissenschaften, Teilgebiet Kommunikations- und Medienwissenschaft: https://kurse.vhb.org/VHBPORTAL/kursprogramm/kursprogramm.jsp
Generelle Informationen zur Anmeldung bei der vhb finden Sie unter: https://www.vhb.org/studierende/registrierung/

Bitte melden Sie sich zudem, wie gewohnt, via Flex Now für diesen Kurs an.
Empfohlene Literatur:
Helmes, Günther/Köster, Werner (Hg.): Texte zur Medientheorie, Stuttgart 2002 (= RUB 18239).
Kloock, Daniela/Spahr, Angela (Hg.): Medientheorien. Eine Einführung, Paderborn 2000 (= UTB 1986).
Leschke, Rainer: Einführung in die Medientheorie, München 2007 (= UTB 2386).
Mersch, Dieter: Medientheorien zur Einführung, Hamburg 2013 (= Junius Einführung 318).
Ströhl, Andreas: Medientheorien kompakt, Konstanz/München 2014 (= UTB 4123).
Weber, Stefan (Hg.): Theorien der Medien. Von der Kulturkritik bis zum Konstruktivismus, Konstanz 2010 (= UTB 2424).
Winkler, Hartmut: Basiswissen Medien, Frankfurt am Main 2008.
Ziemann, Andreas (Hg.): Grundlagentexte der Medienkultur. Ein Reader, Wiesbaden 2019.

 

Filme über die Kinogeschichte: Eine cineastische Einführung ins Weltkino

Dozent/in:
Felix Lenz
Angaben:
Seminar
Termine:
Mi, 16:00 - 18:00, Raum n.V.
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow
Inhalt:
Das Kino ist keine 130 Jahre alt, doch imdb, die Internetdatenbank des Films, umfasst bereits gut drei Millionen Titeleinträge. Die paar Jahrhunderte, die man braucht, um sich hier einen Überblick zu verschaffen, werden die wenigsten unter uns aufbringen wollen. Zum Glück gibt es hier ein alternatives Verfahren: dokumentarische Filme schauen, die sich der Kinogeschichte widmen!

Ein enormer Vorteil dieser Gattung besteht darin, dass sie die Kinogeschichte nicht nur verbal beschwört. Vielmehr zitiert sie direkt Filmausschnitte und gibt so unmittelbaren Einblick in Technik, Machart und Gesten wesentlicher Phasen und Werke der Filmgeschichte. Dies ist hochinformativ, vor allem aber weckt es heiße Wünsche, Filme, Filmepochen und Macher näher kennenzulernen. Darüber hinaus inspiriert der so erschlossene Bildraum dazu, auch die akute Produktion in Kino, Fernsehen und Internet im Rahmen eines gewaltigen Resonanzraumes neu zu entdecken: der Filmgeschichte. Denn auf ihre Möglichkeiten, Errungenschaften und Bildfindungen bleibt einfach jedes neue Werk stets bezogen. Hiermit verbinden sich Möglichkeiten qualifizierter Kritik und Würdigung. Denn die Filmgeschichte schafft Distanz zum akuten, ist aber zugleich auch ein Spielpartner, um neue analytische Einschätzungen zu fundieren. Kurz, Einblick in die Filmgeschichte erhöht generell den Durchblick im Feld der Bewegtbildproduktion.

Nichts hat die Produktion von Filmen über die Kinogeschichte stärker stimuliert als der 100. Geburtstag des Kino 1995. Das British Film Institute (BFI) schob damals eine Filmserie an, in der prominente Filmemacher Einblick in die Kinematographien ihrer Länder geben. Martin Scorsese ist hier gleich zweimal mit mehrstündigen Werken zur amerikanischen und italienischen Filmgeschichte vertreten. Filme über die chinesische, japanische, koreanische, skandinavische, französische, britische, polnische und deutsche Filmgeschichte erweitern dies. Um diese Vertiefungen gemäß der Tradition verschiedener Länder ideal nutzbar zu machen, beginnt das Seminar mit Mark Cousins monumentalem Werk THE STORY OF FILM (2011), das versucht, einen Überblick über die gesamte Filmgeschichte zu geben und hierbei eine Geschichte der ästhetischen Artikulationsmittel ins Zentrum stellt. Begleitend zu den genannten Filmen zur Filmgeschichte soll es hierbei immer wieder Referate zu wesentlichen Einzelwerken geben, um dem allgemeinen Überblick Wege in eine größere Detailschärfe gegenüberzustellen.

Ebenfalls zur Sprache kommen sollen kleinere Filme, die speziellere Themen ins Auge fassen: Wim Wenders Film zur Erfindung des Films DIE GEBRÜDER SKLADANOWSKY (1995), Filme über einzelne Regisseure wie DAVID LEAN: A LIFE IN FILMS (1985) oder über den Filmkritiker Michael Althen WAS HEISST HIER ENDE? (2015) sowie dessen eigene deutsche Filmgeschichte AUGE IN AUGE – EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE (2008), Filme über eminente Kuratoren der Filmgeschichte wie CINEMA A PUBLIC AFFAIR (2015), der Naum Kleiman porträtiert, oder Kleimans eigenen epochalen Film EISENSTEIN - DAS HAUS DES MEISTERS (1998). Schließlich soll auch die Kultur des audiovisuellen Essays zu einzelnen filmgeschichtlichen oder filmästhetischen Fragen gestreift werden.

Auf diese Weise vorgebildet und gerüstet werden wir uns zum Schluss dem Meisterwerk zur Filmgeschichte überhaupt widmen: Jean-Luc Godards hochexperimenteller Fernsehserie HISTOIRE(S) DU CINÉMA (1989-1999).
Empfohlene Literatur:
Richard Blank: Film&light: the history of light is the history of film, Berlin 2012.
David Bordwell: Visual Style in Cinema: vier Kapitel Filmgeschichte, Frankfurt am Main 2006.
Christopher Beach: A hidden history of film style: Cinematographers, Directors, and the Collaborative Process, Oakland 2015.
Sergei M. Eisenstein: Notes for a general history of cinema, Amsterdam 2016.
Lorenz Engell: Sinn und Industrie: Einführung in die Filmgeschichte, Frankfurt/Main 1992.
Lorenz Engel: Bewegen beschreiben: Theorie zur Filmgeschichte, Weimar 1995.
Thomas Elsaesser: Filmgeschichte und frühes Kino: Archäologie eines Medienwandels, München 2002.
Douglas Gomery/Clara Pafort-Overduin: Movie history: a survey, New York 2011.
Dominik Graf: Schläft ein Lied in allen Dingen: Texte zum Film, Berlin 2009.
Frieda Grafe: Film - Geschichte: wie Film Geschichte anders schreibt, Berlin 2004.
Barry Keith Grant (Hg.): Film Genre Reader IV, Austin 2012.
Knut Hickethier (Hg.): Filmgeschichte schreiben: Ansätze, Entwürfe und Methoden, Berlin 1989.
Klaus Kreimeier: Prekäre Moderne: Essays zur Kino- und Filmgeschichte, Marburg 2008.
Michaela Krützen: Klassik, Moderne, Nachmoderne: eine Filmgeschichte, Frankfurt am Main 2015.
Steve Neale: Genre and Hollywood, London 2000.
Joachim Pfeiffer/ Michael Staiger: Filmkanon, Filmklassiker, Filmgeschichte, Braunschweig 2010.
Robert A. Rosenstone: History on film/film on history, London und New York 2018.
Michael Wedel: Filmgeschichte als Krisengeschichte: Schnitte und Spuren durch den deutschen Film, Bielefeld 2011.
Wheeler Winston Dixon/Gwendolyn Audrey Foster: A short history of film, New Brunswick 2013.

 

Freaks: Eine Kultur- und Körpergeschichte

Dozent/in:
Jörn Glasenapp
Angaben:
Seminar, 2 SWS, ECTS: 8
Termine:
Mi, 10:00 - 12:00, Raum n.V.
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow
Inhalt:
In diesem – das sei vorausgeschickt – sehr lektüre- und sichtungsintensiven Seminar werden wir uns damit beschäftigen, wie aus Menschen Freaks (gemacht) werden. Zudem wird es uns um die von Freaks (unfreiwillig) geleistete kulturelle Arbeit gehen: die Affirmierung der normate-basierten Identität. Hierzu werden wir uns zunächst einmal mit zentralen Positionen der Freak Studies vertraut machen, unter anderem jenen von Leslie A. Fiedler (1978), Robert Bogdan (1988) und Rosemarie Garland Thomson (1996). Darüber hinaus werden wir aber auch ‚Theorieklassiker‘ zur menschlichen Devianz(-bildung) behandeln, so unter anderem Erving Goffmans große Stigma-Studie (1963) sowie Michel Foucaults Vorlesung Die Anormalen (1974/75). Dass wir uns thematisch, theoretisch und methodisch durchweg im Bereich der Disability Studies bewegen werden, in die das Seminar gleichsam en passant einführen soll, versteht sich von selbst.

In der zweiten Hälfte des Seminars werden wir verschiedene Repräsentationen von Freaks, Freakshows und monströsen Körpern in der Literatur, im Film und der TV-Serie in den Blick nehmen. Befassen werden wir uns hierbei mit

1. dem von Martin F. Norden sicher nicht ganz zu Unrecht als „one of the most disturbing films ever made“ titulierten Film FREAKS (Tod Browning, 1932),
2. den Fotografien von Diane Arbus (und Susan Sontags scharfer Kritik an ihnen),
3. David Lynchs so ganz und gar nicht lynchian THE ELEPHANT MAN (1980),
4. dem manchen als Kult geltenden Familienroman „Geek Love“ (1989) von Katherine Dunn sowie – ganz wichtig –
5. der vielleicht besten ‚ungesehenen‘ TV-Serie der Welt, CARNIVÀLE (2003-2005).

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:

Robert Bogdan: Freak Show: Presenting Human Oddities for Amusement and Profit, Chicago 1988.
Leonard Cassuto: „Freak“, in: Rachel Adams, Benjamin Reiss und David Serlin (Hrsg.): Keywords for Disability Studies, New York, London 2015, S. 85-89.
Justin D. Edwards und Rune Graulund: Grotesque, London und New York 2013.
Fiedler, Leslie A.: Freaks: Myths and Images of the Secret Self, New York 1978.
Markus Dederich: Körper, Kultur und Behinderung: Eine Einführung in die Disability Studies, Bielefeld 2007.
Rosemarie Garland Thomson (Hrsg.): Freakery: Cultural Spectacles of the Extraordinary Body, New York 1996.
Martin F. Norden: The Cinema of Isolation: A History of Physical Disability in the Movies, New Brunswick 1994.
Beate Ochsner: DeMONSTRAtion: Zur Repräsentation des Monsters und des Monströsen in Literatur, Fotografie und Film, Heidelberg 2010.
Birgit Stammberger: Monster und Freaks: Eine Wissensgeschichte außergewöhnlicher Körper im 19. Jahrhundert, Bielefeld 2011.
Anne Waldenschmidt: Disability Studies zur Einführung, Hamburg 2020.

 

Männlichkeit(en) im Film & in TV-Serien

Dozent/in:
Petra Anders
Angaben:
Seminar
Termine:
Einzeltermin am 13.4.2021, Einzeltermin am 27.4.2021, Einzeltermin am 11.5.2021, Einzeltermin am 1.6.2021, Einzeltermin am 15.6.2021, Einzeltermin am 29.6.2021, Einzeltermin am 13.7.2021, 10:00 - 14:00, Raum n.V.
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow

Termine: dienstags, 14 tägig , 10-14 Uhr

13.4, 27.4, 11.5, 1.6, 15.6, 29.6, 13.7.
Inhalt:
In diesem Seminar wollen wir unterschiedliche Darstellungen von Männlichkeit(en) analysieren. Fragen sind z.B. Welche Darstellungen im Film und in TV-Serien sind typisch männlich und welche Konzepte von Männlichkeit(en) gibt es? Was unterscheidet sie? Was haben sie gemeinsam? Was gilt wann und in welchem Milieu als männlich? Um diese Fragen zu diskutieren, werden wir mit verschiedenen deutschen und englischen theoretischen Texten arbeiten und uns mit unterschiedlichsten Filmen und TV-Serien auseinandersetzen. Selbstredend kann das Seminar das Thema nicht erschöpfend betrachten, es geht vielmehr um einzelne schlaglichtartige Auseinandersetzungen mit Männern in Filmen wie DIRTY DANCING (USA 1987), OCEAN S ELEVEN (USA 2001), BROKEBACK MOUNTAIN (USA/CAN 2005), JAMES BOND (GB 1962-), DAS STREBEN NACH GLÜCK (USA 2006) oder TV-Serien wie z.B. SUITS (USA 2011-2019), BABYLON BERLIN (D 2017-), THE RESIDENT/ATLANTA MEDICAL (USA 2018-), DAS BOOT (D/CZ 2018-), SEX EDUCATION (GB2019-) oder TOD VON FREUNDEN (D/DK 2021-).

Im Rahmen des Seminars ist ein Gastvortrag geplant. Die Studierenden sollten die Bereitschaft mitbringen, die Filme und (einige Folgen der) TV-Serien anzusehen, mit denen wir uns beschäftigen.

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:

Caroline Bainbridge, Candida Yates: Cinematic Symptoms of Masculinity in Transition: Memory, History and Mythology in Contemporary Film . In: Psychoanalysis, Culture & Society 10 (2005), S. 299 318. DOI: https://doi.org/10.1057/palgrave.pcs.2100054.

David Bordwell: Film art. Eleventh edition, New York, NY: McGraw-Hill Education 2017.

Markus Schleich: Fernsehserien. 1st ed., Stuttgart: utb GmbH 2016.

Broken Men [MSM] - Schüren Verlag . https://www.schueren-verlag.de/programm/titel/37-broken-men-msm.html (Stand: 15.03.2021).

 

Vom Unbehagen in der Kultur zum Unbehagen der Geschlechter: Ein kulturtheoretischer Orientierungslauf

Dozent/in:
Mirjam Schmitt
Angaben:
Seminar
Termine:
Fr, 10:00 - 12:00, Raum n.V.
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow
Inhalt:
Das Feld der Kulturtheorie ist ein weites und interdisziplinäres, es zu überblicken alles andere als leicht. Der Kulturbegriff selbst ist von einiger Unschärfe gekennzeichnet, die ihn umstellenden Zugriffe und Diskurse so zahlreich, dass man schnell die Orientierung verlieren kann. Zudem ist die Kulturwissenschaft seit Mitte des 20. Jahrhunderts von stetigen Um- und Neuorientierungen geprägt – vom interpretative turn über den postcolonial turn bis hin zum iconic turn –, die es zu verfolgen und einzuordnen gilt.

Für eine fundierte Analysekompetenz innerhalb der Literatur- und Medienwissenschaft ist eine differenzierte Kenntnis von und ein souveräner Umgang mit kulturwissenschaftlichen Theoremen, die Definitionen wie Funktionen von Kultur reflektieren, äußerst wertvoll. Ein Orientierungslauf durch die Kulturtheorie lohnt also: Er soll einen Überblick über unterschiedliche Kulturkonzeptionen, kulturwissenschaftliche Traditionslinien, Wenden und Begriffe geben, in eine Auswahl klassischer und jüngerer Positionen und Schlüsseltexte der Kulturtheorie einführen, ihre Gegensätze und Verbindungslinien herausarbeiten und so ein solides kulturtheoretisches Basiswissen aufbauen.

Unseren Ausgangspunkt nehmen wir mit Sigmund Freuds „Das Unbehagen in der Kultur“ (1930), einem kulturkritischen Text, der bis heute nachwirkt. Es folgt unter anderem ein Stellenlesen bei Georg Simmel, Ernst Cassirer, Michel Foucault, Jacques Derrida, Pierre Bourdieu, Homi K. Bhabha bis hin zu Bruno Latour und Judith Butlers „Das Unbehagen der Geschlechter“.

Das Seminar pflegt eine rege Lese- und Diskussionskultur, die von (Video-)Präsentationen seitens der Teilnehmenden und interaktiven Elementen im VC-Kurs gestützt und begleitet wird. Die Veranstaltung findet online statt und wechselt zwischen synchron und asynchron angelegten Sitzungen.
Empfohlene Literatur:
Zur Einführung:
Doris Bachmann-Medick: Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften, Hamburg 2006.
Roland Borgards (Hrsg.): Texte zur Kulturtheorie und Kulturwissenschaft, Stuttgart 2010.
Dorothee Kimmich, Schamma Schahadat, Thomas Hauschild (Hrsg.): Kulturtheorie, Bielefeld 2010.
Martin Ludwig Hofmann, Tobias F. Korta und Sibylle Niekisch (Hrsg.): Culture Club. Klassiker der Kulturtheorie, Frankfurt am Main 2004.
Dies.: (Hrsg.): Culture Club II. Klassiker der Kulturtheorie, Frankfurt am Main 2006.
Wolfgang Müller-Funk: Kulturtheorie. Einführung in Schlüsseltexte der Kulturwissenschaften, Tübingen 2006.
Zum Nachschlagen:
Ansgar Nünning (Hrsg.): Grundbegriffe der Kulturtheorie und Kulturwissenschaften, Stuttgart 2005.
Ders. (Hrsg.): Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze – Personen – Grundbegriffe, Stuttgart 2013 (1998).

 

Von A wie Artensterben zu Z wie Zwei-Grad-Ziel: Eine Einführung in Environmental Humanities und Ecocriticism

Dozent/in:
Corina Erk
Angaben:
Seminar, 2 SWS, Gender und Diversität, Nachhaltigkeit
Termine:
Do, 14:00 - 16:00, Online-Webinar
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat mit Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

Anmeldung/Abmeldung: 12. März 2021, 10:00 Uhr, bis 19. April 2021, 23:59 Uhr in FlexNow.
Inhalt:
Themenspektrum, Aufgabenformen und Kompetenzerwerb:
Bereits seit einigen Jahren erfährt das Forschungsfeld der Environmental Humanities gesteigerte Aufmerksamkeit im Kontext gesellschaftlich-ethischer Diskussionen sowie kulturwissenschaftlicher Fragestellungen, insbesondere mit Blick auf eine dezidierte Sensibilität für Themen wie Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit der Natur. Artensterben, Rodung riesiger Waldflächen, Luftverschmutzung, Verlust von Feuchtgebieten, Tierrechte und ungezügelter Konsum sind dabei nur einige der Aspekte, die beleuchtet werden. Ecocriticism in der Literaturwissenschaft beschäftigt sich mit der Mensch-Umwelt-Beziehung und fragt etwa danach, wie Natur und Umwelt in literarischen Texten konstruiert werden. Die Geistes- und Kulturwissenschaften verfolgen mit der Brille der Environmental Humanities verschiedene Ziele, allen voran die Untersuchung der verschiedenen Künste (Literatur, Film, Theater, Bildende Kunst, Musik) daraufhin, ob, und wenn ja, auf welche Weise Letztere das Mensch-Natur-Verhältnis mitgestalten oder zu transformieren geeignet sind. Es geht aber auch darum aufzuzeigen, was zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Kulturen als Natur charakterisiert und kategorisiert wurde und wird. Daneben stehen natürlich die gleichermaßen komplexen wie vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Natur auf der Agenda der Environmental Humanities.

Dieser Kurs verbindet text- und filmanalytische Praxis mit kulturtheoretischen, philosophischen und ethischen Fragestellungen. Er widmet sich aus der Perspektive der Environmental Humanities Natur und Umwelt in Literatur, Film und Fotografie und zielt darauf ab, den Teilnehmenden sowohl einen Überblick über Themenfelder und Forschungsfragen der Environmental Humanities zu bieten, als auch diese an konkreten Beispielen als Analyseinstrumentarium selbstständig einzusetzen. Nach dem Studium zentraler theoretischer Positionen werden diverse Repräsentationen von Natur und Umwelt in Literatur, Film und Fotografie untersucht, bevor das Seminar in ein studentisches Forschungskolloquium mündet.

Besonderheiten des Angebots:
Als forschungsorientiertes Seminar beinhaltet dieser Kurs die Integration einer studentischen Tagung mit eigenen wissenschaftlichen Beiträgen, die im Rahmen eines Forschungskolloquiums zum Ende des Semesters präsentiert werden.
Nach jetzigem Stand ist der Kurs infolge der Covid-19-Pandemie als Online-Seminar (VC) mit didaktisch sinnvollem Wechsel aus synchronen und asynchronen Lern-, Arbeits-, Diskussions- und Präsentationsphasen konzipiert.
Empfohlene Literatur:
Zum Literaturstudium vorab sei empfohlen:
Bühler, Benjamin: Ecocriticism. Grundlagen – Theorien – Interpretationen. Stuttgart: Metzler 2016.
Dürbeck, Gabriele: Ecocriticism. Eine Einführung. Köln: Böhlau 2015.



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