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Einrichtungen >> Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften >> Institut für Klassische Philologie und Philosophie >>

Lehrstuhl für Philosophie II

 

"Was ist der Mensch? Was will die Philosophie? Heidegger vs. Cassirer"

Dozent/in:
Jens Wimmers
Angaben:
Proseminar/Hauptseminar, 2 SWS, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale
Termine:
Do, 14:00 - 16:00, U2/00.26
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodule 3, 4; Aufbaumodul 2; Vertiefungsmodule 2, 3;
MA-Philosophie: Kernmodul 2; Schwerpunktmodule phA 1+2; freie Spezialisierung 1+2;
LA-Philosophie: Basismodule 3, 4; Vertiefungsmodul LA 4.
Inhalt:
Bei den Davoser Hochschulkursen 1929 trafen Martin Heidegger (1889 - 1976) und Ernst Cassirer (1874 – 1945) aufeinander. Die spannende Auseinandersetzung der beiden Vertreter ganz unterschiedlicher Ausrichtungen des Denkens wollen wir nachvollziehen und an thematischen Schwerpunkten diskutieren. Heidegger und Cassirer präsentierten sich als Nachfolger der Kantischen Philosophie und stellten (zunächst) ihre Ansichten zur Frage „Was ist der Mensch?“ gegeneinander. Die Kultur- bzw. Sprachphilosophie Cassirers und die ontologisch-phänomenologische Lebensphilosophie Heideggers zeigen ganz unterschiedliche Perspektiven auf diese zentrale Frage der Philosophie. Für die anwesenden Studenten stellte sich in den Schweizer Bergen dann aber auch die Frage, welche Philosophie man wählen sollte.
Wir lesen Auszüge aus Cassirers „Philosophie der symbolischen Formen“ (1923) bzw. „Versuch über den Menschen“ (1944) und Heideggers „Sein und Zeit“ (1927) sowie einzelne Aufsätze, die im Seminar zur Verfügung gestellt werden.

 

100 Jahre nach dem Untergang des Abendlandes. Ein Blick auf Spenglers Geschichtsphilosophie

Dozent/in:
Christian Schäfer
Angaben:
Vorlesung, 2 SWS, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale
Termine:
Mi, 12:00 - 14:00, U2/00.25
Beginn am 04.05.2022
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodul 2, 3 u. 4; Aufbaumodul 1 u. 2; Vertiefungsmodul 1, 2 u. 3;
MA-Philosophie: Kernmodul 1 u. 2.; Freie Spezialisierung 1 u. 2; LA-Philosophie: Vertiefungsmodul LA 4
Voraussetzungen für den Erwerb von ECTS-Punkten: Siehe Richtlinien Modulhandbuch.
Inhalt:
1922 schloss Oswald Spengler seine monumentale Geschichtsphilosophie „Der Untergang des Abendlandes“ mit einem dickleibigen zweiten Band ab. Spenglers Theorien zur Geschichte hatten einige Jahre zuvor beim Erscheinen des ersten Bandes gehörig Furore gemacht. Die Hauptthese ist: Kulturen haben eine sicher bemessbare Lebenszeit und gehen alle durch genau die gleichen Phasen, bevor sie untergehen und eine neue Kultur ganz einzigartigen Charakters beginnt, die mit allen anderen nichts zu tun hat. Mit jeder Kultur beginnt die Geschichte von Kultur ganz von Anfang an neu, es gibt keine kulturübergreifende Menschheitsgeschichte, die ist eine eurozentrische Fiktion: Es gibt nur organische Wiederholungen einzelner Kulturenzyklen, und der des europäisch-amerikanischen Abendlands ist prognostizierbar bald zuende. 100 Jahre nach dem Abschluss des „Untergangs des Abendlandes“ blicken wir in dieser Vorlesung auf Spenglers Hauptwerk zurück.
Empfohlene Literatur:
Literatur wird im Laufe des Semesters bekanntgegeben und besprochen, relevante Textstücke aus Spenglers Werk werden im VC bereitgestellt.

 

Aristoteles: Nikomachische Ethik

Dozentinnen/Dozenten:
Christian Schäfer, Sabine Vogt
Angaben:
Proseminar/Hauptseminar, 2 SWS, Die Teilnahmekapazität an diesem Seminar ist beschränkt auf 25 TN
Termine:
Mo, 14:00 - 16:00, U5/01.17
Beginn am 02.05.2022
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA Philosophie: Basismodul 2+4, Aufbaumodul 1, Vertiefungsmodul 1+3
LA Philosophie: Basismodul 2+4, Vertiefungsmodul LA 4
MA Philosophie: Kernmodul 1, Freie Spezialisierung 1+2;

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Siehe Richtlinien Modulhandbuch. Da die Aufnahmekapazität des Kurses beschränkt ist, können höchstens 25 Studierende vonseiten der Philosophie teilnehmen.
Inhalt:
Die Nikomachische Ethik des Aristoteles ist ein Haupttext der antiken Philosophie, auf den sich ethische Debatten bis heute beziehen. Wir wollen uns diesem erstaunlichen Werk in einem interdisziplinären Seminar widmen, in dem Klassische Philologie und Philosophie ihren Beitrag zum Verständnis leisten sollen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den grundlegenden Anfangspassagen der Schrift, sowie ausgewählten Stücken über einzelne Tugenden (z.B. Gerechtigkeit und Freundschaft), bevor ein Blick auf die Einschätzungen des Aristoteles darüber, welche Arten eines gelungenen Lebens es gibt, das Semester abschließen wird. Für die Auseinandersetzung mit dem Text stützen wir uns auf die kommentierte Übersetzung von Dorothea Frede aus der Reihe der Werke des Aristoteles des Akademie/de Gruyter Verlags (digital über die UB verfügbar). Die für das Seminar gebrauchten Textstücke werden im VC zugänglich gemacht. Empfohlen sei jedoch, dass neben dieser Übersetzung auch noch zusätzlich andere Übersetzungen oder, soweit kompetent machbar, der Originaltext herangezogen werden.
Nochmals zur Erinnerung: Die Teilnahmekapazität an diesem Seminar ist beschränkt!
Empfohlene Literatur:
Weiterführende Literatur wird im Semesterverlauf bekanntgegeben.

 

Das Verhältnis zwischen Philosophie und Leben. Systematische Einleitung in Begriff, Methode und Ziel der Philosophie.

Dozent/in:
Michael Gerten
Angaben:
Proseminar/Hauptseminar, 2 SWS, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale, Kultur und Bildung, Zentrum für Interreligiöse Studien, Erweiterungsbereich, Modulstudium, Frühstudium
Termine:
Mo, 16:00 - 18:00, MG1/02.06
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studium Generale, Gasthörerverzeichnis, Exportmodule; BA-Philosophie: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh. phA), Aufbaumodul 1 +2 (pPh, tPh), Vertiefungsmodul 1,2,3 (pPh, tPh, phA); Erw. Qualifikationen MA-Philosophie: Kernmodul 1,2 (pPh, tPh), Schwerpunktmodule pPh 1 + 2, phil Anth1 + 2; Freie Spezialisierung I+II; Erw. Grundlagen I+II MA-Public Ethics: Kernmodul 3 (pPh), Vertiefungsmodul 1, 2; Erw. Grundlagen der Ph., LA-Gym: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA), Vertiefungsmodul LA4; LA-GS/HS/RS: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA); EWS-Module 1+2.
Inhalt:
Wie verhalten sich Philosophie (als spekulativ-abstrakte, theoretische Reflexion) und Leben (als Inbegriff des konkreten praktischen Vollzuges von Tätigkeit) zueinander? Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte setzte sie in einen bestimmten Gegensatz zueinander: „Beide, Leben und Spekulation, sind nur durcheinander bestimmbar. Leben ist ganz eigentlich Nicht = philosophiren und Philosophiren ist ganz eigentlich Nicht = leben; und ich kenne eigentlich keine treffendere Bestimmung beider Begriffe als diese.“
Damit stellen sich gleich zwei entscheidende Fragen an die Philosophie:
1. Was ist Philosophie? (Begriff der Philosophie im Verhältnis zum Begriff des Lebens)
2. Wozu Philosophie? (Zweck der Philosophie im Verhältnis zum Zweck des Lebensganzen).
Beide Fragen sind also zu verbinden mit dem Grundthema der Veranstaltung: dem Verhältnis von Philosophie und Leben. Die Philosophie muss sich oft die Frage gefallen lassen, was sie – und ihre Vertreterinnen und Vertreter, also wir als Philosophierende ‑ denn mit dem Leben zu tun habe. Einleuchtend ist die Forderung: Philosophie soll das Leben begreifen, aber nicht ersetzen. Aber lässt sich das Leben begreifen? Soll man es denn überhaupt begreifen, warum nicht einfach leben? Umgekehrt formuliert: Kann man das Leben nicht auch ohne Philosophie leben? Oder gehört Philosophieren etwa doch zum ‚wahren‘ Leben? Um den Vorwurf, Philosophie und Philosophinnen/Philosophen hätten mit dem Leben nichts zu tun, ernstnehmen zu können, muss die Gegenfrage gestellt werden: welche Philosophie hat mit welchem Leben etwas oder eben auch nichts zu tun?
In der Veranstaltung soll mit dem Begriff der Philosophie und ihrer Verortung im Lebenganzen auch eine Rechtfertigung verbunden werden, warum und in welchem Sinne Philosophie für das Leben nicht nur wichtig, sondern vielleicht sogar unverzichtbar sein dürfte. Damit soll auch auf ein unterstelltes unmittelbar praktisches Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingegangen werden: es ist gut und wichtig, wenn Philosophinnen und Philosophen ihre Tätigkeit vor sich selbst und vor der Gesellschaft begründen und rechtfertigen können. Und es ist ebenso gut und wichtig, wenn Nicht-(Hauptfach-)Philosophen einen Begriff und eine Rechtfertigung vom dem erhalten, was Philosophie ist und was Philosophen tun.

Die Veranstaltung findet durchgängig in der Form eines sokratischen Dialogs statt. Erwartet werden stetige Mitarbeit durch Selbstdenken und Diskussionsbereitschaft; versprochen werden im Gegenzug tiefgreifende Erkenntnisse für Wissenschaft und Leben.
ECTS-Punkte können durch regelmäßige aktive Teilnahme sowie einen abschließenden Essay (bzw. Hausarbeit) erworben werden.
Empfohlene Literatur:
Reinhard Lauth: Begriff, Begründung und Rechtfertigung der Philosophie. München 1967.
Weitere Literaturhinweise erfolgen im Verlauf des Seminars.

 

Der Begriff der Welt in der Philosophie des 20. Jahrhunderts

Dozent/in:
Sebastian Meisel
Angaben:
Seminar, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale, Kultur und Bildung
Termine:
Blockveranstaltung 29.7.2022-31.7.2022 Fr, Sa, So, 10:00 - 18:00, U2/02.27
Vorbesprechung: Montag, 25.4.2022, 16:00 - 17:00 Uhr, U2/01.30
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA), Aufbaumodul 1+2 (pPh, tPh), Vertiefungsmodul 1,2,3 (pPh, tPh, phA); MA-Philosophie: Kernmodul 1,2 (pPh, tPh), Schwerpunktmodule pPh 1+2, phA 1+2; Freie Spezialisierung 1+2; Erweiterungsbereich LA-Gym: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA), Vertiefungsmodul LA4; LA-GS/HS/RS: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA)
Inhalt:
Der Begriff der Welt scheint in seiner Einfachheit fast nicht zu übertreffen. Immerhin "haben" wir alle irgendwie "Welt". Betrachtet man den Begriff dennoch genauer, so erscheinen die vielfachen Facetten. Ist eine "Um-Welt" dasselbe wie eine "Mit-Welt"? Ist Kosmos, Natur und Welt am Ende doch irgendwie gleich? Scheinbar ist doch die Welt conditio sine qua non einer umfassenden philosophischen Betrachtung und umso staunenswerter ist, dass der Begriff erst im frühen 20. Jahrhundert wieder zu einer Renaissance fand. Die Phänomenologie von Edmund Husserl und seinen Nachfolger:innen erreichte überhaupt erst wieder einen Zugang zur "Welt" und in dieser Tradition will auch das Seminar sich diesem Begriff widmen. Ausgehend von Edmund Husserl, über Martin Heidegger und Eugen Fink, hin zu Hans Georg Gadamer und Hannah Arendt bis schließlich zu den französischen Existenzialisten und Poststrukturalisten soll der Begriff der Welt erschlossen werden. Es ist verständlich, dass dabei nicht jeder Vereinzelung und Abzweigung nachgegangen werden kann, sondern das Seminar soll helfen, das Problem "der Welt" überhaupt zu verstehen und eigene Konzepte hierzu zu entwickeln. Das Seminar ist als Exkursion konzipiert, um nicht nur über die Welt zu sprechen, sondern auch in dieser zu denken. Über den organisatorischen Ablauf wird bei der Vorbesprechung am 25.04.2022 gesprochen. Aufgrund des begrenzten Platzangebots ist es notwendig, sich bis zum 20.03.2022 per Mail unter sebastian.meisel@uni-bamberg.de anzumelden.
Empfohlene Literatur:
Edmund Husserl - Formale und transzendentale Logik. Versuch einer Kritik der logischen Vernunft
Martin Heidegger - Sein und Zeit
Hans Georg Gadamer - Wahrheit und Methode
Hannah Arendt - Vita Activa
Jean Paul Sartre - Das Sein und das Nichts

 

Der Kampf um Gerechtigkeit und Recht im kolonialen Mexiko: Bartolomé de las Casas und Juan Zapata y Sandoval

Dozent/in:
Florian König
Angaben:
Proseminar/Hauptseminar, 2 SWS, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale, Gender und Diversität
Termine:
Mi, 10:00 - 12:00, U2/00.26
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studium Generale, Gasthörerverzeichnis, Exportmodule;
BA-Philosophie: Basismodule 2, 4; Aufbaumodul 1 (pPh), Vertiefungsmodul 1+3 (pPh+phA);
MA-Philosophie: Kernmodul 1 (pPh), Schwerpunktmodul pPh I + II, phA I+II Freie Spezialisierung I+II; Erw. Grundlagen I+II; public Ethics.
LA-Gym: Basismodule 2, 4; Vertiefungsmodul LA4; LA-GS/MS/RS: Basismodule 2, 4; EWS 1+2
Inhalt:
Im Seminar untersuchen wir die rechtsphilosophischen Positionen und Argumente von zwei Theologen der spanischen Spätscholastik, die als Anwälte der Indigenen, der Ausgebeuteten und Unterdrückten gelten.
Die beiden Autoren Bartolomé de las Casas (1484-1566) und Juan Zapata y Sandoval (1570-1630) ergänzen sich in vielerlei Hinsicht. Erstens: Ihre Lebenszeit knüpft aneinander an und umfasst gleichermaßen die Zeit der spanischen Eroberungen wie auch die Phase des zunehmenden Verwaltungsaufbaus in Mexiko. Zweitens: Der erste ist Spanier, der zweite schon Kreole, doch wirken sie mitunter an denselben Orten (Valladolid, Chiapas). Drittens: Beide gehen in ihren Theorien von der aristotelisch-thomistischen Tradition aus, kommen aber zu vergleichsweise unterschiedlichen Schlussfolgerungen für die Praxis.
Gerechtigkeit und Recht sind die beiden zentralen Begriffe ihres theoretischen wie praktischen Kampfes. In ihren Werken schreiben die beiden Autoren über die Rechtfertigung von Krieg und Landnahme, Sklaverei und Zwangsarbeit, Diskriminierung aufgrund von Ethnie und Herkunft, kirchliche und politische Teilhabe, übermäßige Ausbeutung und gerechte Tributzahlungen. Dabei richten sich die Spätscholastiker an ein Laienpublikum (somit keine Quaestiones!) und reichern ihre Argumente immer wieder mit Augenzeugenberichten an.
Ziel des Seminars ist es, mit den relevanten Problemen, Positionen und Argumenten vertraut zu werden und diese beurteilen zu können. Dazu bedienen wir uns hauptsächlich der Textanalyse und Diskussion. Kleine Schreibübungen und Denkaufgaben bereiten Sie auf die Prüfungsleistung vor. In einem philosophischen Essay setzten Sie sich argumentativ mit einem Primärtextstück auseinander. Das Seminar richtet sich vor allem an fortgeschrittene Philosophiestudierende und Studierende mit Hintergrundwissen
Empfohlene Literatur:
Wir lesen ausgewählte Teile der Werke von Las Casas und Zapata y Sandoval in deutscher Übersetzung: von Las Casas das „Traktat über die Indiosklaverei“ und „Einige Rechtsprinzipien zur Behandlung der westindischen Frage“; von Zapata y Sandoval Auszüge aus der Streitschrift „Über die distributive Gerechtigkeit und die ihr entgegengesetzte Bevorzugung von Personen“. Scans der Texte werden im VC-Kurs zur Verfügung gestellt. Auf Sekundärliteratur wird zu Beginn des Semesters verwiesen.

 

Disputatio

Dozent/in:
Jana Funk
Angaben:
Nachbesprechung
Termine:
Einzeltermin am 2.5.2022, 10:00 - 12:00, U2/02.27

 

Disputation

Dozent/in:
Tomoki Sakata
Angaben:
Sonstige Lehrveranstaltung
Termine:
Einzeltermin am 29.6.2022, 10:30 - 12:30, KR12/00.05

 

Disputation Sebastian Meisel

Dozent/in:
Sebastian Meisel
Angaben:
Sonstige Lehrveranstaltung
Termine:
Einzeltermin am 9.6.2022, 15:30 - 17:30, U5/01.18

 

Ein Versuch der asiatischen Gemeinschaftsethik: Watsuji im modernen Kontext;

Dozent/in:
Tomoki Sakata
Angaben:
Seminar/Proseminar, 2 SWS, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale
Termine:
Do, 16:00 - 18:00, U2/01.33
Einzeltermin am 6.7.2022, 16:00 - 18:00, U2/01.36
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodule 2, 4; Aufbaumodule 1, Vertiefungsmodule 1, 3;
MA-Philosophie: Kernmodul 1; Schwerpunktmodule pPh 1+2, phA 1+2; freie Spezialisierung 1+2;
LA-Philosophie: Basismodule 2, 4; Vertiefungsmodul LA4; EWS 1+2
Inhalt:
Watsuji (Vorname: Tetsur , 1889-1960) ist ein japanischer Philosoph und bekannt für seine (trans-)kulturellen Forschungen, in denen vor allem das Klima und die Kultur als räumliche und zeitliche Dimension des Menschlebens originell thematisiert werden. Angesichts dergleichen Beobachtungen war Watsuji ferner bemüht, eine Ethik aus der japanischen / östlichen Perspektive zu entwickeln und dem westlichen Gegenstück gegenüberzustellen. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit seiner in diese besondere Moraltheorie einführenden Abhandlung Ethik als Wissenschaft vom Menschen und versuchen, diese Gedanken mit dem gegenwärtigen Kommunitarismus in Verbindung zu setzen. Primärliteratur: Watsuji, Tetsur , Ethik als Wissenschaft vom Menschen, 2011. ISBN: 9783534240357

 

Einführung in die formale Logik

Dozent/in:
Gabriele De Anna
Angaben:
Vorlesung
Termine:
Fr, 10:00 - 12:00, KR12/00.02
Einzeltermin am 29.7.2022, 10:00 - 12:00, U5/00.24
Prüfung ist am 29.07.2022 in der U5/00.24
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Module:
BA: Basismodul 1
LA: Vertiefungsmodul LA4
Inhalt:
Der Kurs wird als Online-Seminar abgehalten. Beginn ist 10 Uhr s.t.

 

Essay-Schreibwerkstatt: Gerechtigkeit im Zeitalter der ökologischen Krise

Dozent/in:
Manuel Gebhardt
Angaben:
Blockseminar
Termine:
Einzeltermin am 20.5.2022, 14:00 - 20:00, U2/00.25
Blockveranstaltung 21.5.2022-22.5.2022 Mo-Fr, Sa, So, 10:00 - 18:00, U2/01.33
Einzeltermin am 24.6.2022, 14:00 - 20:00, U5/00.24
Blockveranstaltung 25.6.2022-26.6.2022 Mo-Fr, Sa, So, 10:00 - 18:00, U5/00.24
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA Philosophie: Basismodul 1 LA Gym: Basismodul 1 LA GS/HS/RS: Basismodul 1
Inhalt:
"Weak messages create bad situations" das gilt wohl für jede Form der Kommunikation, besonders aber für Diskussionen: ob im Seminar an der Universität, am Stammtisch, auf Facebook, im politischen Raum, aber auch im privaten (man denke nur an den täglichen Abwasch). Die Essayschreibwerkstatt soll Ihnen grundsätzlich zu mehr Klarheit im Denken, Präzision im Argumentieren und Akkuranz im Formulieren verhelfen.
Und auch wenn Sie sich nach Besuch des Seminars vielleicht in Zukunft nicht um jeden Küchendienst in Ihrer WG werden drücken - und Ihr Gegenüber nicht in jedem akademischen Streitgespräch von Ihrem Urteil werden überzeugen können: Die Schreibwerkstatt wird Ihre Urteilskraft für den wissenschaftlichen Diskurs ebenso wie für den Alltag schärfen helfen, indem sie Ihnen die Grundfertigkeiten für die strukturierte Darstellung philosophischer Gedanken und Argumente in Form des Essay-Writings vermittelt.
Ergänzend werden wir uns weiteren relevanten Fragestellungen wissenschaftlichen Arbeitens widmen, sowie Techniken zum Analysieren, d.h. zum wissenschaftlichen Lesen philosophischer Texte, einüben: "Wie finde ich eine interessante Fragestellung? Wie mache ich aus einer Fragestellung eine spannende und diskussionswürdige These? Wie recherchiere ich entsprechende vertiefende (philosophische) Literatur, um meine These mit überzeugenden Argumenten zu stützen?" "Und wie erarbeite ich mir eigentlich die Grundstruktur und die Kernaussagen in einem philosophischen Text? Wie exzerpiere ich meine Lektüre ökonomisch, so dass mein Lesen auch nachhaltig ist?"
Thematisch werden wir uns Fragen zur Gerechtigkeit im Zeitalter der ökologischen Krise widmen.
"Was ist Gerechtigkeit - und wie soll sie Wirklichkeit werden?" - diese Frage befriedigend zu beantworten ist eine der zentralen Herausforderungen, die sich durch unsere interpersonale Lebenswirklichkeit beinahe zwangsläufig zu ergeben scheint. Sie wurde zu allen Zeiten und wird auch immer wieder tagesaktuell im öffentlichen sowie im privaten Diskursraum erörtert und zieht sich daher auch - einem roten Faden gleich - durch die Philosophiegeschichte. Wir werden uns im Laufe des Seminars einschlägigen Texten - von Platon und Aristoteles über Kant zu John Rawls und Angelika Krebs - widmen, die versuchen jene Frage zu beantworten, immer auch mit Blick auf die Themenkreise Gerechtigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Zeitalter der ökologischen Krise: diese Antworten werden wir analysieren und kritisieren, mit dem Ziel, dass Sie am Ende des Kurses selbst in der Lage sind, eine eigene These zur Gerechtigkeit heute aufzustellen sowie prägnant und überzeugend für sie zu argumentieren.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt. Eine Auswahl der Teilnehmer erfolgt nach dem individuellen Bedarf der Studierenden - kommen Sie daher ruhig in die erste Sitzung, selbst wenn Sie in FlexNow! auf der Warteliste gelandet sein sollten.
Empfohlene Literatur:
Brun, Georg/Hirsch Hadorn, Gertrude: Textanalyse in den Wissenschaften. Inhalte und Argumente analysieren und verstehen, Stuttgart 2009. Gutbrod, Hans: Handbook for Professional Communication, Tiflis 2005. Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, 4. Aufl., München 2015.

 

Essayschreibkurs-Seminar: Hannah Arendt über Tradition und Geschichte

Dozent/in:
Christian Schäfer
Angaben:
Übung
Termine:
Di, 12:00 - 14:00, U2/01.30
Beginn am 03.05.2022
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA Philosophie: Erweiterte Qualifikationen oder Basismodul 1; LA Gym: Erweiterte Qualifikationen oder Basismodul 1; LA GS/HS/RS: Basismodul LA 1 oder Basismodul 1. Die Teilnahmekapazität des Kurses ist auf 15 beschränkt.
Inhalt:
In diesem Seminar werden die Grundkenntnisse vermittelt, die zum Verfassen eines Essays in der Philosophie vonnöten sind. Anhand eines Leittextes (Hannah Arendts Aufsatzsammlung Fragwürdige Traditionsbestände im politischen Denken der Gegenwart ) als Diskussionsgrundlage wird Schritt für Schritt erarbeitet, welche Problemstellungen sich für Essayfragen eignen, wie das Essaythema formuliert werden soll, wie man Dinge präzise auf den Begriff bringt und stichhaltig argumentiert, was es mit der Prüfungsform der Lektüregespräche und des Vorlesungsessays auf sich hat, was, wie und wie viel man zitieren soll, wie man den Text des Essays zieldienlich strukturiert etc. Zur Einübung werden verschiedene Essaybestandteile geschrieben und in ihren Stärken und Schwächen besprochen. Eine eigene Sitzung wird nach Möglichkeit auch der erfolgreichen Literaturrecherche und Bibliotheksarbeit gelten.
Nochmals zur Beachtung: Die Teilnahme ist auf 15 Studierende beschränkt!
Empfohlene Literatur:
Grundlagentext ist H. Arendt: Fragwürdige Traditionsbestände im politischen Denken der Gegenwart. Vier Essays. Hg. von Th. Meyer. München 2021. Weitere Literatur, insbesondere zur Essaytheorie, wird im Verlauf des Kurses bekanntgegeben und besprochen. Lektürepassagen, Materialien u.ä. werden im VC bereitgestellt.

 

Ethik der Macht und Gedenken

Dozent/in:
Hans Gutbrod
Angaben:
Proseminar/Hauptseminar
Termine:
Di, 15:00 - 16:30, Raum n.V.
Beginn 19.04.2022
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Interesse an Ethik Englisch zu lesen Studierende werden im Seminar ein fundiertes Essay abgeben, mit dem sie Praktiken des Gedenkens ethisch untersuchen, und gleichzeitig damit die Kriterien der Reflektion prüfen können.
BA-Philosophie: Basismodul 2, Aufbaumodul 1, Vertiefungsmodul 1;
MA-Philosophie: Kernmodul 1, Schwerpunktmodul pPh 1+2; freie Spezialisierung 1+2; public Ethics;
LA-Philosophie: Basismodul 2; Vertiefungsmodul LA 4.
Inhalt:
  • Inhalt
Warum bleibt die Vergangenheit so präsent? Was sind Beispiele dafür, dass die "Vergangenheit die Zukunft aufgegessen hat", wie es die Schweizer Journalistin Judith Huber beschrieben hatte? Wie können wir mit dem Gedenken ethisch umgehen? Warum ist das deutsche Modell der Vergangenheitsbewältigung in anderen Kontexten weniger geeignet? Welche Fälle bieten sich für neue Entwürfe an? Inwiefern ist der derzeitige Zustand prä-paradigmatisch, und ein Indiz für "revolutionary science" im Sinn von Thomas Kuhn? Welche ethischen Paradigmen bieten sich für eine Ethics of Political Commemoration an? Wie unterscheiden wir Ius ad Memoriam and Ius in Memoria? Inwiefern zeigt sich die Plausibilität dieses Paradigmas gerade auch in seiner Begrenzung?
Empfohlene Literatur:
Michael Walzer: Just and Unjust Wars. Thomas Kuhn: The Structure of Scientific Revolutions CBEES Memory Management Report https://bit.ly/CBEES-MemoryMngmtReport

 

EWS-Seminar: Hans Jonas – Das Prinzip Verantwortung: Erste Schritte in der Ethik

Dozent/in:
Evelyn Höfer
Angaben:
Seminar
Termine:
Mi, 12:00 - 14:00, U5/02.23
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Anrechnungsmöglichkeiten: LA-GS/MS/RS: EWS-Modul 1 (pPH), EWS-Modul 2 (pPH)
Inhalt:
Achtung: Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende im EWS-Bereich II für die EWS-Module 1 und 2! Mit Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung“ wagen wir gemeinsam einen Einblick in die Ethik, und näheren uns Fragen der Technik- und Umweltethik. Jonas wird uns zeigen, dass es solche Fragen sind, die ein neues ethisches Nachdenken erfordern. Sie betreffen nicht nur unseren Nächsten und unsere nächste Umwelt, sondern gerade dann, wenn wir über Technik sprechen, betreffen diese Fragen auch zukünftige Generationen. Angesichts des Klimawandels finden Jonas neue ethische Imperative immer wieder Eingang in die Debatten. Ausgehend davon entwickelt Jonas das Prinzip Verantwortung. Neben einer intensiven Textlektüre wollen wir ethische Grundkonzepte betrachten und das Prinzip Verantwortung, das uns Jonas an die Hand gibt, auf gegenwärtige Zukunftsfragen anwenden. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Veranstaltung wird in beiden Moduloptionen mit einem Essay abgeschlossen. Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Lehramtsstudierende im EWS-Bereich.

 

FGPh: Vortragsreihe

Dozentinnen/Dozenten:
Evelyn Höfer, Sebastian Meisel
Angaben:
Vorlesung
Termine:
Mi, 18:00 - 20:00, U2/00.25

 

Gerupfter mit Kellerbier - eine kulinarische Einführung in die Philosophische Ethik

Dozent/in:
Christian Illies
Angaben:
Vorlesung, 2 SWS
Termine:
Do, 14:00 - 16:00, MG1/00.04
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodul 2 u. 4; Vertiefungsmodul 1 u. 2;
MA-Philosophie - Schwerpunktbereiche: praktische Ph. 1 u. 2; ph. Anthropologie 1 u. 2; freie Spezialisierung 1 u. 2;
LA-Philosophie: Basismodul 2 u. 4; Vertiefungsmodul LA 4.
Inhalt:
Dass die Liebe durch den Magen geht, ist sprichwörtlich geworden, aber dass auch die Ethik entscheidend vom Magen abhängt, ist weniger bekannt. Dabei lassen sich aus diesem Organ alle wichtige Fragen der Ethik entwickeln. Und das soll in dieser Vorlesung geschehen, die eine Einführung in die Ethik darstellt. Als hungrige und bedürftige Wesen können wir der Moral nicht entweichen, stoßen dann aber auf die grundlegendsten Fragen unserer Existenz, bisweilen in Ektase und Völlerei. Keine Sorge: Wir werden nicht versuchen zu zeigen, dass die Moral bloß ein Produkt der Evolution ist oder erst nach dem Essen kommt. Doch die Moral ist sicher an unsere biologische Natur rückgebunden, von der aus wir das Gute als eigenständige Wirklichkeit und zutiefst vernünftig betrachten. Was damit gemeint ist, wird Ihnen in der Vorlesung ebenso mundgerecht serviert wie die wichtigsten ethischen Theorien und die Antwort auf die große Frage, was eigentlich gut ist. Aber das ist keineswegs alles: Zu jedem Menu gehört natürlich das Rauchbier. Das Seminar Themen und Methoden der angewandte Ethik von Kollegen Prof. Dr. Marcus Düwell findet parallel zur Vorlesung statt. Beide Veranstaltungen ergänzen sich gegenseitig, auch wenn sie unabhängig voneinander besucht werden können. Aber jedes Nachdenken über philosophische Ethik führt notwendig zur Frage, was es eigentlich konkret in der Wirklichkeit bedeutet, sich im Denken zu orientieren. Daher haben wir mit Vorlesung und Seminar ein umfassendes Menu konzipiert: Rauchbier kommt erst nach Genuss des Gesamtmenus zu seinem Recht.

 

Intensivkurs Staatsexamen

Dozent/in:
Sebastian Meisel
Angaben:
Seminar
Termine:
Einzeltermin am 5.8.2022, 9:00 - 13:00, U2/02.04

 

Kant, Kritik der Urteilskraft

Dozent/in:
Gerhard Stamer
Angaben:
Proseminar/Hauptseminar, Blockseminar
Termine:
Einzeltermin am 12.5.2022, 16:00 - 20:00, U2/00.25
Einzeltermin am 2.6.2022, 16:00 - 20:00, U2/01.30
Einzeltermin am 9.6.2022, 16:00 - 20:00, U2/00.25
Einzeltermin am 23.6.2022, Einzeltermin am 30.6.2022, 16:00 - 20:00, U5/02.23
Einzeltermin am 14.7.2022, 16:00 - 20:00, U2/00.25
DIESER TERMIN IST UNTER VORBEHALT UND KANN SICH NOCH AENDERN!!!
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Aufbaumodul 2; Vertiefungsmodule 2,3;
MA-Philosophie: Kernmodul 2; Schwerpunktmodule tPh 1+2; phA 1+2; freie Spezialisierung 1+2;
LA-Philosophie: Vertiefungsmodul LA 4.
Inhalt:
In der Kritik der Urteilskraft begründet Kant zunächst die Kunst, d. h. das Schöne und das Erhabene und dann die teleologische Naturbetrachtung als eigenständige Bereiche unserer Erkenntnis. Das ist komplexer als die Begründung der Naturwissenschaft oder die Begründung der Moral, die Kant in den ersten beiden Kritiken liefert. Wie Naturkausalität und Freiheit in ihrer Vereinigung die eingangs genannten Erkenntnisbereiche zustande bringt, ist das hoch interessante geistige Unternehmen, das die Kritik der Urteilskraft darstellt und überdem Zukunftsperspektiven bereit stellt.

 

Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Dozent/in:
Alessandro Topa
Angaben:
Blockseminar
Termine:
Einzeltermin am 29.4.2022, 12:00 - 16:00, Raum n.V.
Blockveranstaltung 3.6.2022-4.6.2022 Fr, Sa, Blockveranstaltung 1.7.2022-2.7.2022 Fr, Sa, 14:00 - 18:30, U2/01.33
am 29.04.22 via Zoom (https://aucegypt.zoom.us/j/3404847194)
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodul 2; Aufbaumodul 1; Vertiefungsmodul 1;
MA-Philosophie: Kernmodul 1; Schwerpunktmodul pPh 1+2; freie Spezialisierung 1+2;
LA-Philosophie: Basismodul 2; Vertiefungsmodul LA 4.
Anmerkung:
Die Teilnehmenden werden gebeten, in der Woche vor der ersten Zoom-Sitzung am 29. April unbedingt per email Kontakt mit dem Dozenten (arr.top@t-online.de) aufzunehmen, um kurz die ersten Arbeitsschritte abzustimmen.
Inhalt:
Die Grundlegung der Metaphysik der Sitten (GMS) bietet einen hervorragenden Zugang zur Kantschen Ethik. Unbelastet von den Fragen der später gesamt-systematisch argumentierenden Kritik der praktischen Vernunft (1788), in der die Kritik der reinen Vernunft (1781/87) auf Schritt und Tritt vorausgesetzt ist, findet Kant in der GMS zu einem beschwingten Duktus, in dem es ihm gelingt, die Grundbegriffe seiner Theorie des Handelns zu bestimmen sowie den kategorischen Imperativ als oberstes Prinzip einer dezidiert die Autonomie des Menschen in den Mittelpunkt stellenden Moralphilosophie aufzuweisen und zu begründen. Ziel des Seminars wird ein konzentriertes close reading des Kantschen Textes sein, das zugleich in den Umgang mit Kommentaren und Sekundärliteratur im allgemeinen einüben soll.
Empfohlene Literatur:
Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, hrsg. von B. Kraft & Schönecker, D., Meiner: Hamburg 2016.
Kants »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten«: Ein einführender Kommentar, hrsg. v. Schönecker, D. & Wood, Allen W., UTB: Stuttgart 2011
Kants »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten«: Ein kooperativer Kommentar, Hrsg. v. Höffe, O., Klostermann: Frankfurt 2010.

 

Karl Marx: Die theoretischen Grundsätze, wie sie in den Frühschriften entwickelt werden und die Frage nach ihrer Relevanz für die Gegenwart.

Dozent/in:
Gerhard Stamer
Angaben:
Seminar, 2 SWS, Studium Generale
Termine:
Einzeltermin am 13.5.2022, Einzeltermin am 3.6.2022, 10:00 - 14:00, U5/02.23
Einzeltermin am 10.6.2022, 10:00 - 14:00, U2/01.33
Einzeltermin am 24.6.2022, Einzeltermin am 1.7.2022, 10:00 - 14:00, U5/02.23
Einzeltermin am 15.7.2022, 10:00 - 14:00, U5/02.17
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodule 2, 3, 4; Aufbaumodule 1, 2; Vertiefungsmodule 1, 2, 3;
MA-Philosophie: Kernmodule 1, 2; Schwerpunktmodule pPh 1+2, phA 1+2; freie Spezialisierung 1+2;
LA-Philosophie: Basismodule 2, 3, 4; Vertiefungsmodul LA 4.
Inhalt:
Es ist klar, der Kapitalismus besteht nach wie vor, weltweit: Das Thema bleibt, Marx auch. Also sollte man Marx auch diskutieren. Gilt noch sein kategorischer Imperativ aus der Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist, ? Gilt noch seine Theorie der Entfremdung, nach der die Herrschaft der Ökonomie über die Menschen prinzipiell ein inhumanes System darstellt? Wie hält man es mit Marx? Das ist die Gretchenfrage. Die Arbeiterbewegung und der Sozialismus, denen Marx die theoretische Grundlage verlieh, ist ein historisches Faktum, ein beispielloses Weltereignis der Moderne. Riesige sozialistische Staaten sind gegründet worden, die Sowjetunion, die Volksrepublik China, kommunistische Parteien und Bewegungen in allen Kontinenten. Die Beurteilung dieser Realitäten ist natürlich noch etwas anderes als die Feststellung ihrer Faktizität. Wir werden in diesem Seminar kritisch die theoretischen Grundlagen herausarbeiten.

 

Lektüregespräch

Dozent/in:
Katharina Luise Meyer
Angaben:
Proseminar/Hauptseminar, 2 SWS
Termine:
Do, 12:00 - 14:00, U2/00.26
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studierende aus allen Studienabschnitten
Inhalt:
"Die Anmeldung zu den Lektüregesprächen erfolgt per E-Mail: Bitte senden Sie bis zum 29.04.2020 eine E-Mail, in der Sie die Werke aus der Kernliste nennen, zu denen Sie einen Lektüreessay schreiben möchten, an lektueregespraeche.phil2@uni-bamberg.de"

 

Medienethik und Medienkompetenz aus fachdidaktischer Perspektive: Warum Digitalisierung nicht alles ist

Dozentinnen/Dozenten:
Sebastian Meisel, Sarah Weichlein
Angaben:
Blockseminar, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale
Termine:
Blockveranstaltung 6.5.2022-8.5.2022 Fr, Sa, So, 10:00 - 18:00, U2/01.33
Vorbesprechung am 25.04.2022
Vorbesprechung: Montag, 25.4.2022, 17:00 - 18:00 Uhr, U2/01.30
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Basismodul LA 3 (GS, MS, RS, GYM), Modul LA 4, EWS I+II, Studium Generale
Inhalt:
Digitalisierung ist seit sicher 20 Jahren das "Megathema" der praktischen Erziehungswissenschaft. Wie und welcher Form Lehr-Lern-Arrangements unter den Bedingungen von digitalen Lernformaten möglich sind, scheint hierbei die Hauptfrage zu sein. Jedoch wird einem pragmatischen "Wie" meist das theoretische "Warum" untergeordnet. Klar ist, dass auch digitale Lernformen nur immer dem Ziel untergeordnet sein müssen, Lernen als solches zu ermöglichen, aber auch hier müssen sich die Geister zwangsläufig scheiden: Was in manchen Fächern vielleicht als sinnvoll und praktikabel erscheint, ist in anderen eher hinderlich oder vielleicht sogar kontraproduktiv. Das Seminar will in diesem Kontext einen Blick auf die Chancen und Risiken der Digitalisierung für das Fach Ethik werfen. Welche Formen von digitalen Lern-Lern-Formaten sind sinnvoll, welche Strategien und Herausforderungen gibt es für das Fach unter dem Paradigma der Digitalisierung? Hierzu werden fachdidaktischspezifische Texte gelesen und besprochen und auch praktisch im Sinne von Unterrichtsentswürfen gearbeitet. Es ist geplant, eine Exkursion in diesem Seminar durchzuführen. Zur besseren Planbarkeit ist es dazu notwendig, dass Sie sich bis zum 20.03.2022 unter sarah.weichlein@stud.uni-bamberg.de anmelden. Bei der Vorbesprechung wird aber alles mit den Teilnehmenden besprochen.

 

Oberseminar

Dozent/in:
Marko Fuchs
Angaben:
Oberseminar, 3 SWS
Termine:
Di, 18:00 - 21:00, U2/01.33

 

Philosophie & Narration

Dozent/in:
Alexander Fischer
Angaben:
Seminar
Termine:
Einzeltermin am 15.7.2022, 14:00 - 18:30, U2/00.26
Blockveranstaltung 16.7.2022-17.7.2022 Sa, So, 10:00 - 18:15, U2/00.26
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Praktische Philosophie, Philosophische Anthropologie:
BA-Philosophie: Basismodule 2, 4; Aufbaumodul 1; Vertiefungsmodul1, 3;
MA-Philosophie: Kernmodul 1; Schwerpunktmodule pPh 1+2, phA 1+2; freie Spezialisierung 1+2.
LA-Philosophie: Basismodule 2, 4; Vertiefungsmodul LA 4.
Inhalt:
Wenn etwas Großes in der Gesellschaft oder dem eigenen Selbst verändert werden soll, helfen selten Argumente. Vielleicht muss dafür die dominierende Narration verändert werden. Narrationen (oder einfach gesagt: Erzählungen) können so etwas sein, das sich für eine Mobilisierung der Menschen (oder der eigenen Motivation) eignet und zwar gerade dann, wenn sie es möglich machen, dass sich diese Menschen in die Narration einschreiben. Schon Aristoteles wusste, dass narrative Elemente den Menschen, das story-telling animal (MacIntyre), anders als bloße rationale Argumente erreichen und so zur Brücke über dem tiefen Theorie-Praxis-Spalt zu werden vermögen. Auf diese Art scheinen bestimmte Narrationen nicht nur Katalysator gesellschaftlicher Veränderungen, sondern auch ein Kitt des sozialen Zusammenhaltes sein zu können eine These, die v.a. aus dem Umfeld der Kommunitaristen bekannt ist.
Narrationen spielen aber nicht nur in der politischen Sphäre eine gewichtige Rolle. Dies könnten sie wahrscheinlich ohnehin nicht, wenn sie nicht eine spezifische Form des Weltzugangs sowie ein wesentlicher Anteil unseres Selbstverständnisses wären. Menschen scheinen die von MacIntyre so genannten erzählenden Tiere zu sein, die narrativ mit ihrer Umwelt umgehen, wenn sie diese in ihren Köpfen modellieren, in eigener Perspektive strukturieren, sich selbst in der konstruierten Struktur verorten, Zusammenhänge zwischen den Dingen herstellen und zuletzt auch ihr Handeln zunächst gedanklich ausagieren, bevor es zu einer tatsächlichen Handlung kommen mag. Nicht nur unser Handeln wird so in narrative Strukturen eingebettet; auch die tatsächlich vollzogenen Handlungen, die unser Leben füllen, werden wiederum narrativ eingeordnet. So besteht unsere Identität, so nehmen es einige Philosophen (z.B. Ricoeur) und Psychologen (z.B. Bruner) an, wohl zu einem Gutteil aus narrativ organisierten Strukturen, die wir unsere Lebensgeschichte nennen.
Das Narrative wird vor dem Hintergrund der Verquickung mit diesen drei grundsätzlichen Bereichen unseres Lebens zu einem Betrachtungsgegenstand, der einer anthropologischen Grundkonstante gleichkommt. Allein deshalb lohnt es sich umso mehr, sich mit den Fragen nach dem Narrativen in unserem Denken, Handeln und Zusammenleben zu beschäftigen. Denn wenn wir von der skizzierten Reichweite des Narrativen ausgehen, stellen sich nicht nur gewichtige Fragen bezüglich der Chancen und Gefahren von Narrationen als Mittel in der politischen Sphäre. Auch lässt sich fragen, wo der Raum für den rationalen Diskurs bleibt, welche Reichweite dieser wirklich entfalten kann und wie es um unsere Freiheit bestellt ist, wenn wir individuell-narrative Weltzugänge kreieren, die mit einer abstrakten Rationalität nur bedingt etwas zu tun haben müssen, sondern mehr einer Art lebensweltlicher Rationalität entsprechen.
Das geplante Blockseminar möchte u.a. diese Fragen adressieren und strebt ein gemeinsames kritisches Umkreisen einer Auswahl der vielfältigen Thesen zum Narrativen in uns, unserem Handeln und der Gesellschaft an. Vor dem eigentlichen Blockwochenende wird eine kurze Onlinebesprechung stattfinden. Diese wird rechtzeitig per Email bekanntgegeben.
Empfohlene Literatur:
Die zu lesenden Texte werden rechtzeitig vor der ersten Blocksitzung angekündigt.

 

Philosophisch-theologische Streitsachen um 1800

Dozent/in:
Gabriel Jäger
Angaben:
Seminar, 2 SWS
Termine:
Mi, 16:00 - 18:00, FL2/01.01
Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modulzuordnung: Grundlagenmodul kombiniert

• BA-HF; BA-ENF; BA-NF Theol. Stud. Theologie in Gesellschaftswissenschaften: Modul A/B
• Lehramt UF GS, MS, RS (EWS) F/D: Mastermodul
• MA Religionen verstehen: Schwerpunkt: Theologische Studien Religionswissenschaft und Hermeneutik: Mastermodul
• MA Religionen Verstehen Religiöse Traditionen – Schwerpunkt: Mastermodul
• MA Religionen Verstehen

Verschiedene Module der Studiengänge der Philosophie (auf Anfrage)
Inhalt:
Das ausklingende 18. Jahrhundert ist in philosophisch-theologischer Hinsicht eine Zeit des Umbruchs. Die tradierten Versuche die Existenz Gottes zu beweisen und sein Wesen zu bestimmen verlieren an Überzeugungskraft und Bedeutung. Die Religionskritiken des 19. Jahrhunderts werden dadurch vorbereitet, doch noch ist man auf der Suche nach neuen Zugängen zum Religiösen. In der Rahmenhandlung unseres Seminars sind es vor allem Immanuel Kant und Friedrich Heinrich Jacobi die Diskursräume aufbrechen, in denen sich das klassische deutsche Dreigestirn der Philosophie (Fichte, Schelling, Hegel) und die Mitglieder des Jenaer Romantiker-Kreises mit Begeisterung und außerordentlicher Schaffenskraft, aber auch mit großer Streitlust einrichten. Sie loten dabei mit- und gegeneinander die existenziellen, moralischen und ästhetischen Dimensionen des Religiösen aus. Das Seminar richtet sich an Studierende der Theologie sowie Studierende der Philosophie, die sich im gemeinsamen Grenzgebiet beider Disziplinen orientieren möchten. Außerdem werden Kompetenzen vermittelt, die auf die Staatsexamensprüfung im Fach Fundamentaltheologie vorbereiten.
Empfohlene Literatur:
• Essen, G., Danz, C. (Hrsg.) (2012): Philosophisch-theologische Streitsachen. Pantheismusstreit – Atheismusstreit – Theismusstreit, Darmstadt.
• Hammacher, K. (Hrsg.) (1998): Fichte und Jacobi, Amsterdam.
• Klein, C. (2017): Das Jenaer Romantikertreffen im November 1799: Dokumentation und Analyse. Nebst einer kritischen Edition des Epikurischen Glaubensbekenntniß von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, Heidelberg.
• von Petersdorff, D., Breuer, U (Hrsg.) (2015): Das Jenaer Romantikertreffen im November 1799. Ein romantischer Streitfall, Paderborn.
• Rieder, Joachim (1990): Offenbarung und Einbildungskraft: Studieren zum Bildungsgang der Jenaer Frühromantiker, Pfaffenweiler. • Sandkaulen, B., Jaeschke, W. (Hrsg.) (2021): Kant und Jacobi, Hamburg.
• Schick, S. (2019): Die Legitimität der Aufklärung: Selbstbestimmung der Vernunft bei Immanuel Kant und Friedrich Heinrich Jacobi, Frankfurt am Main.
• Traub, H. (Hrsg.) (2001): Schelling – Fichte Briefwechsel, Neuried.

 

Podiumsdiskussion - Politische Gefühle

Dozent/in:
Christian Illies
Angaben:
Seminar
Termine:
Einzeltermin am 18.7.2022, 19:00 - 22:00, SP17/00.13

 

Podiumsdiskussion Workshop Frauen in der Philosophie

Dozentinnen/Dozenten:
Jana Funk, Evelyn Höfer
Angaben:
Sonstige Lehrveranstaltung, Gender und Diversität
Termine:
Einzeltermin am 24.9.2022, 18:00 - 22:00, U5/01.22

 

Schreibwerkstatt

Dozent/in:
Hans Gutbrod
Angaben:
Übung/Blockseminar
Termine:
Blockveranstaltung 25.7.2022-28.7.2022 Mo-Do

 

SmartCity

Dozent/in:
Christian Illies
Angaben:
Seminar
Termine:
Einzeltermin am 4.8.2022, 17:30 - 21:00, Raum n.V.

 

Spieler-, Zauberer-, Betrügerfiguren in Literatur und Philosophie

Dozentinnen/Dozenten:
Christian Illies, Friedhelm Marx
Angaben:
Seminar/Hauptseminar, 2 SWS, ECTS: 8, Kultur und Bildung, Erweiterungsbereich
Termine:
Do, 10:00 - 12:00, MG2/01.10
Donnerstag, 5.5.2022: 12:00 - 14:00 Uhr; MG1/00.04 / Donnerstag, 12.5.2022: 8:00 - 10:00 Uhr; MG1/00.04 / Donnerstag, 21.7.2022: 8:00 - 10:00 Uhr; MG1/00.04
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studium Generale, Gasthörerverzeichnis, Exportmodule.
BA-Philosophie: Basismodul 2,4 (pPh, phA), Aufbaumodul 1 (pPh), Vertiefungsmodul 1,3 (pPh, phA).
MA-Philosophie: Kernmodul 1 (pPh), Schwerpunktmodul (pPh, phA); Freie Spezialisierung; Erweiterungsbereich.
Double-Degree Master: Kernmodul 1 (pPh).
Master Public Ethics: Kernmodul 3 (pPh), Vertiefungsmodul 1,2,3, Erweiterte Grundlagen der Philosophie (pPh, phA).
LA-Gym: Basismodul 2,4 (pPh, phA), Vertiefungsmodul LA4.
LA-GS/MS/RS: Basismodul 2,4 (pPh, phA); EWS-Module 1,2.
Inhalt:
Es gibt zweierlei Arten von Spielern. Manchen gewährt, ohne Rücksicht auf Gewinn, das Spiel selbst als Spiel eine unbeschreibliche geheimnisvolle Lust. Die sonderbaren Verkettungen des Zufalls wechseln in dem seltsamsten Spiel, das Regiment der höhern Macht tritt klarer hervor, und eben dieses ist es, was unsern Geist anregt, die Fittiche zu rühren und zu versuchen, ob er sich nicht hineinschwingen kann in das dunkle Reich, in die verhängnisvolle Werkstatt jener Macht, um ihre Arbeiten zu belauschen. [ ] Andere haben nur den Gewinst vor Augen und betrachten das Spiel als ein Mittel, sich schnell zu bereichern. Ob es wirklich nur diese beiden Arten von Spielern gibt, wie es in E.T.A. Hoffmanns Erzählung Spielerglück von 1820 behauptet wird, vor allem aber warum Spieler-, Zauberer-, Betrügerfiguren spätestens seit der Romantik die Literatur, die Philosophie und die Politik beschäftigen, will das Seminar untersuchen. Dabei werden aber nicht nur ältere Texte literarischen Nachsinnens über den Spieler gelesen werden, sondern die Frage bis in jüngste Zeit weiterverfolgt. Es ist nicht unplausibel anzunehmen, dass die Spieler unterdessen eine große Verbreitung gefunden haben, zum Beispiel im große Spiel der politischen Macht. Sie sind nicht mehr die einzelnen Gestalten, die unvermittelt hier und dort auftauchen und vielleicht faszinieren, sondern Spieler sind unterdessen überall im Wimmelbuch der Wirklichkeit zu entdecken, ja Spieler und Trickster scheinen es manchmal zu beherrschen. Und das hat durchaus unheimliche Seiten, die in manchen Schauerbildern der Romantik schon antizipiert wurden und der grinsende Joker zeigt. Aber dieses Spiel zu durchschauen kann durchaus helfen.
Auf der (vorläufigen) Spielerleseliste stehen:
E.T.A. Hoffmann: Spielerglück (1820) Honoré de Balzac: Le père Goriot (1834/35) oder La peau de chagrin (1831) Fjodor Dostojewski: Der Spieler (1867) Thomas Mann: Mario und der Zauberer (1929) Herman Broch, Die Verzauberung (geschrieben um 1936) Daniel Kehlmann: Beerholms Vorstellung (1997) Julia Schoch: Selbstporträt mit Bonaparte (2012)
Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen (1795) Johan Huizinga: Homo ludens (1938) C.G. Jung, On the Psychology of the Trickster Figure (1954) Roger Callois: Die Spiele und die Menschen (1958) Lewis Hyde: Trickster Makes This World: How the Disruptive Imagination Creates Culture.(1998) Arpad Szakolczai: Post-Truth Society: A Political Anthropology of Trickster Logic (2021)
Damit Sie nicht ganz beim Lesens untergehen, werden wir die Liste noch etwas kürzen und aus einige Texten Zentralstellen empfehlen, auf die Sie sich konzentrieren können. Dazu kommen wir aber erst in den Semesterferien. Wir mühen uns, damit Sie im Sommer noch ein wenig Zeit finden, neben dem Seminar im Hain Haschen oder Häschen in der Grube zu spielen.

 

Studierendentagung des Arbeitskreises Philosophie

Dozent/in:
Evelyn Höfer
Angaben:
Blockseminar
Termine:
Blockveranstaltung 5.8.2022-6.8.2022 Mo-Fr, Sa, So, 10:00 - 18:00, U2/01.33

 

Themen und Methoden der Angewandten Ethik

Dozent/in:
Marcus Duewell
Angaben:
Blockseminar
Termine:
Einzeltermin am 16.6.2022, 16:30 - 20:00, U2/00.25
Einzeltermin am 17.6.2022, 9:30 - 13:00, U2/00.25
Einzeltermin am 7.7.2022, 14:15 - 18:00, KR12/00.02
Einzeltermin am 15.7.2022, 9:00 - 12:00, U2/02.04
Vorbesprechung: Dienstag, 3.5.2022, 17:00 - 18:00 Uhr, Online-Meeting
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studium Generale, Gasthörerverzeichnis, Exportmodule. BA-Philosophie: Basismodul 2,4 (pPh, phA), Aufbaumodul 1, (pPh), Vertiefungsmodul 1 (pPh) und 3 (phA); MA-Philosophie: Kernmodul 1 (pPh), Schwerpunktmodul phil Anth. 1 + 2; Freie Spezialisierung I+II; LA-Gym: Basismodul 2, 4 (pPh, phA), Vertiefungsmodul LA4; LA-GS/HS/RS: Basismodul 2,4 (pPh, phA).
Inhalt:
Seminar: Themen und Methoden der angewandte Ethik Ethik als praktische Disziplin verweist stets nach menschlicher Praxis. Ethik als philosophische Disziplin versucht zu verstehen, was menschliches Handeln auszeichnet und wie man moralische Urteile verstehen muss. Angewandte Ethik beschäftigt sich damit, wie moralische Urteile in konkreten Praxisbereichen möglich sind. Dabei geht es um Themen wie Embryonenforschung, Sterbehilfe, Klimawandel und Migrationspolitik. Aber Vorsicht: Wer schon glaubt intuitiv zu wissen, was richtig ist, wird enttäuscht werden. Angewandte Ethik ist eine philosophisch anspruchsvolle Angelegenheit. Daher wird dies Seminar im Doppelpack mit Prof. Illies Vorlesung angeboten. Diejenigen, die sich in ethischer Theorie schon auskennen, können das Seminar auch ohne die Vorlesung besuchen. Aber wir empfehlen beides miteinander zu verbinden. Denn um einen berühmten Spruch von Kant abzuwandeln: Ethische Theorie ohne praktische Fragen ist leer und angewandte Ethik ohne ethische Theorie ist blind.

Leistungsnachweis Von allen Studierenden wird erwartet, dass sie die besprochene Literatur vollständig gelesen haben. Ferner werden 2 Leistungen erwartet: 1. Kurze mündliche Einführungen (Referat) in einen der Texte (10-15 Minuten). Dabei geht es nicht um umfängliche Zusammenfassungen, sondern um pointierte Darstellung von zentralen Themen und Argumenten der Texte und die Präsentation von 2-3 Diskussionsfragen. Die Verteilung der Referate erfolgt in der Vorbesprechung am 3.5.2022. 2. Essay: Umfang: Proseminar max. 2.500 Worte, Hauptseminar max. 3.500 Worte. Fertigstellung der Hausarbeiten bitte vor dem 1.10.2022. Bitte senden Sie mir bis zum 13.7. ein Kursexpose von max. 1. Seite: Fragestellung, Aufbau der Arbeit, geplante Literatur. Exposé und Essay bitte senden an: marcus.duewell@uni-bamberg.de. Sie können aber gerne auch schon vor dem Einreichen des Exposés mit mir mündlich über das Thema Ihres Essays sprechen. Sprechen Sie mich einfach am Rande der Seminarsitzungen an.
Empfohlene Literatur:
Allgemein empfehle ich das folgende Buch als Hintergrundlektüre: · Marcus Düwell, Bioethik. Methoden, Theorien und Bereiche. Stuttgart: Metzler 2008.
Im VC sind die verpflichtenden Texte eingestellt. Das Buch von Peter Singer, Praktische Ethik bitte ich Sie zu kaufen, da ich es nicht digital zur Verfügung habe Beauchamp, Tom L/DeGrazia, David, Principles and Principlims. In: George Khushf (ed.); Handbook of Bioethics. Dordrecht: Kluwer Academic Publisher 2004, 55-74. Düwell, Marcus/Bos, Gerhard, Human rights and future people Possibilities of argumentation. Journal of Human Rights 15(2) 2016, 231-50. Engelhardt Jr., H. Tristram, Bioethics in the Thrid Millennium. Some Critical Anticipations. In: Kennedy Institute of Ethics Journal 9.3 (1999) 225-243. Den Hartogh, Govert, The Medical Exception tot he Prohibition of Killing: A Matter oft he Right Intention? In: Ratio Juris. Vol. 32, No. 2 June 2019, 157-176. Gewirth, Alan, The Basis And Content Of Human Rights. In: Nomos 1981, Vol. 23, 119-147. Hursthouse, Rosalind, Environmental Virtue Ethics. In: Rebecca L. Walker/Philip J. Ivanhoe (eds.), Environmental Ethics. Oxford: Oxford University Press 2007, 155-172. O Neill, Onora, Kantian Approaches to Some Famine Problems. In: Russ Shafer-Landau (ed.), Ethical Theory: An Anthology. John Willey & Sons, Inc. 2013, 510-520. Singer, Peter, Praktische Ethik. Übers. Von Oscar Bischoff, Jean-Claude Wolff, Dietrich Klose und Susanne Lenz, Stuttgart: Reclam, 3. revid. und erw. Auflage 2013, Kap. 1-3. Steigleder, Klaus, Bioethik als Singular und Plural Die Theorie von H. Tristram Engelhardt, Jr. In: Marcus Düwell/Klaus Steigleder (Hg.), Bioethik. Eine Einführung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2003, 72-87. (zit.: 2003a) Steigleder, Klaus, Kasuistische Ansätze in der Bioethik. In: Marcus Düwell/Klaus Steigleder (Hg.), Bioethik. Eine Einführung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2003, 152-167. Steigleder, Klaus/Graf Keyserlingk, Johannes, Public Tasks during Contagious Disease Pandemics: A Rights-Based Perspective, erscheint in: Michael Boylan (ed.), Ethical Public Health Policy within Pandemics. Cham: Springer Nature, 2022. Thomson, Judith Jarvis, A Defense of Abortion. In: Philosophy and Public Affairs, Vol. 1, No 1, 1971, 47-66.

 

Tutorium zur Einführung in die formale Logik

Dozent/in:
N.N.
Angaben:
Übung
Termine:
Mi, 16:00 - 18:00, U5/00.24

 

Varieties of Metaphysics in the 20th century

Dozentinnen/Dozenten:
Christian Illies, Christian Schäfer
Angaben:
Seminar, Prof. Dr. V. Hösle (University of Notre Dame/ Indiana) wird die Sommerschool durchführen
Termine:
Einzeltermin am 8.7.2022, Einzeltermin am 9.7.2022, 10:00 - 18:00, FL2/01.01
Blockveranstaltung 15.7.2022-16.7.2022 Fr, Sa, Blockveranstaltung 22.7.2022-23.7.2022 Fr, Sa, 10:00 - 18:00, FL2/01.01
Blockveranstaltung 15.7.2022-16.7.2022 Mo-Fr, Sa, So
Bei Interesse im Sekretariat melden. Die Platzzahl für Teilnehmer ist sehr begrenzt.
Inhalt:
Die Metaphysik ist eine immer wieder totgesagte Disziplin, die sich aber erstaunlicher Vitalität erfreut, denn die Seinsfrage ist unabweisbar. Allerdings gibt es im zwanzigsten Jahrhundert sehr unterschiedliche metaphysische Ansätze - und zwar sowohl inhaltlich wie methodologisch. Mit grundlegenden Werken von Husserl, Sartre, Whitehead, Strawson und Lewis wollen wir fünf der originellsten Theorien aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA untersuchen. Der Kurs wird auf Englisch unterrichtet.
Dieser Kurs ist eine Masterclass mit dem Philosophen Vittorio Hösle (Notre Dame/Indiana) Summerschool. Die Plätze sind begrenzt. Bei Interesse an einer Teilnahme bitte an das Sekretariat Philosophie wenden.

 

Vaterlandsliebe - wieviel Gefühl braucht die politische Vernunft?

Dozentinnen/Dozenten:
Christian Illies, Thomas Wabel, Reinhard Zintl
Angaben:
Vorlesung/Seminar, 2 SWS
Termine:
Di, 14:00 - 16:00, U2/01.33
Voraussetzungen / Organisatorisches:
MA-Philosophie: Kernmodule 1 u. 2; Schwerpunktmodule: praktische Ph. 1 u. 2, ph. Anthropologie 1 u. 2; freie Spezialisierung 1 u. 2;
MA-Public Ethics: Interdisziplinäres Modul I: Sozial-ethisches Kolloquium
Inhalt:
So, wie jedes menschliche Handeln von Gefühlen begleitet und oft auch gelenkt wird, sind wir in komplexer Weise auch emotional in das Gemeinwesen, zu dem wir gehören eingebunden – affirmativ (wie bei Stolz oder Liebe) oder abwehrend (wie bei Misstrauen oder Verdrossenheit). Die Rolle von Gefühlen in der Politik, ihre Notwendigkeit und Gefährlichkeit, aber auch die Möglichkeit ihrer Modulation – etwa durch die Religion – steht im Zentrum dieses interdisziplinären Seminars.
Die Frage nach den Gefühlen sich als Doppelveranstaltung über zwei Semester erstrecken. Während es in diesem Sommersemester um die sozialen, affirmativen, positiven Gefühle gegenüber dem Gemeinwesen und dem Staat geht, kommt im Wintersemester 22/23 die dunkle Seite der Gefühle in den Blick. Denn diese können sich beispielsweise gegen andere wenden und in Fanatismus umschlagen. Beide Seminare sind aber aus sich heraus verständlich und können unabhängig voneinander besucht werden

 

Veranstaltung Philosophie der Musik

Dozent/in:
Christian Illies
Angaben:
Seminar
Termine:
Einzeltermin am 30.6.2022, 20:00 - 22:00, U2/00.25

 

Vorbereitung auf das Staatsexamen

Dozent/in:
Sebastian Meisel
Angaben:
Seminar
Termine:
Do, 16:00 - 18:00, U2/02.04
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul LA4, BM LA3
Inhalt:
In diesem Seminar werden die Studierenden des Lehramtes Ethik auf das Staatsexamen in diesem Fach vorbereitet. Anhand von Examina der letzten Jahre werden bestimmte Methoden und Techniken für das erfolgreiche Bestehen dieser Prüfung eingeübt. Das Seminar unterteilt sich in die Bereiche Angewandte Ethik, Religionsphilosophie und Didaktik, wobei in allen drei Bereichen auch die Inhalte anhand ausgesuchter Texte diskutiert werden. Das Seminar richtet sich daher primär an Lehramtsstudierende am Ende ihres Studiums. Auch Lehramtsstudierende, die sich noch in einer früheren Phase des Studiums befinden, können gerne am Seminar teilnehmen, um in den inhaltlichen Diskussionen neue Denkanstöße mitzunehmen.

 

Weltgeist und Naturgeschichte. Geschichtsphilosophie bei Adorno und Hegel

Dozentinnen/Dozenten:
Marko Fuchs, Lars Hartmann
Angaben:
Seminar, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale
Termine:
Einzeltermin am 29.4.2022, Einzeltermin am 13.5.2022, Einzeltermin am 27.5.2022, Einzeltermin am 3.6.2022, Einzeltermin am 17.6.2022, Einzeltermin am 1.7.2022, Einzeltermin am 15.7.2022, 12:00 - 15:00, U2/01.30
Einzeltermin am 29.7.2022, 12:00 - 15:00, U5/01.17
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studium Generale, Gasthörerverzeichnis, Exportmodule; BA-Philosophie: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA), Aufbaumodul 1+2 (pPh, tPh), Vertiefungsmodul 1,2,3 (pPh, tPh, phA); MA-Philosophie: Kernmodul 1,2 (pPh, tPh), Schwerpunktmodule pPh 1+2, phA 1+2; Freie Spezialisierung 1+2; Erweiterungsbereich LA-Gym: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA), Vertiefungsmodul LA4; LA-GS/HS/RS: Basismodul 2,3,4 (pPh, tPh, phA).
Inhalt:
1957 äußerte Adorno in einer Vorlesung die Absicht, die Geschichtsphilosophie in einem radikalen Sinne zum Zentrum der Philosophie zu machen. Dies schien nötig, um mit den Mitteln der Philosophie nicht nur zu begreifen, wie es inmitten der vollständig aufgeklärten Welt zur Katastrophe Auschwitz kommen konnte, sondern auf dieser Grundlage zudem darüber nachdenken zu können, wie sich ein solches triumphales Unheil nicht wiederholen könne. Das ambitionierte Projekt Adornos scheint jedoch nach Ansicht einiger Interpreten nicht sonderlich gelungen zu sein. So konstatiert etwa Birgit Sandkaulen mit Blick auf die ein Jahrzehnt später erschienene „Negative Dialektik“ hinsichtlich der Frage, ob es Adorno in seiner intensiven Auseinandersetzung mit Hegel gelungen sei, einen ähnlich ‚klassischen‘, d.h. paradigmatischen Entwurf einer Philosophie der Geschichte entwickelt zu haben wie dieser: „Besser ist es, von vornherein die wahrheitsgemäße Antwort zu geben, dass Adorno sich zweifellos an der klassischen Vorlage Hegels abgearbeitet, aber eine eigene geschichtsphilosophische Position von klassischem Format hier nicht vorgelegt hat“ (169). Doch es gibt auch andere Stimmen, etwa die von Peggy Breitenstein, die dafür „argumentiert […], dass die seit zwei Jahrhunderten immer wieder problematisierte Geschichtsphilosophie heute nur zu rehabilitieren ist, wenn sie dergestalt entworfen wird, wie es von ihm [sc. Adorno] vorgeschlagen wurde“: Nur so könne „der Geschichtsphilosophie Aktualität zugesprochen werden“ (82).

Im Seminar werden wir zunächst grundlegende Passagen aus Hegels geschichtsphilosophischen Vorlesungen aus dem Jahre 1830 („Die Vernunft in der Geschichte“) lesen; im Anschluss sollen uns eingehende Lektüren von Adornos Text „Negative Dialektik“, insbesondere des zweiten Modells mit dem Titel „Weltgeist und Naturgeschichte“, die Diskussion der Frage ermöglichen, inwieweit Adornos Entwurf seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden vermag. Die Brücke zwischen beiden Denkern wird geschlagen in Gestalt einer kurzen Lektüre und Besprechung von Walter Benjamins „Über den Begriff der Geschichte“. Ca. zwei Wochen vor Seminarbeginn wird einen Online-Vorbesprechung stattfinden. Der genaue Termin sowie der Link werden über den Ankündigungsverteiler des zum Seminar gehörigen VC-Kurses verschickt; alle am Seminar Interessierten mögen sich daher bitte im Kurs eintragen.
Empfohlene Literatur:
Birgit Sandkaulen. Adornos Geschichtsphilosophie mit und gegen Hegel. In: Axel Honneth (Hg.). Theodor W. Adorno. Negative Dialektik. Reihe Klassiker Auslegen. Berlin: Akademie Verlag, 2006, 169-187. Peggy H. Breitenstein. Negative Geschichtsphilosophie nach Adorno . In: Christian Schmidt (Hg.). Können wir der Geschichte entkommen? Geschichtsphilosophie am Beginn des 21. Jahrhunderts. Frankfurt am Main/New York: Campus Verlag, 2013, 82-105. Sonstige Texte werden im VC hochgeladen.

 

Wirtschaftsethik

Dozent/in:
Wolfram Bergande
Angaben:
Blockseminar
Termine:
Einzeltermin am 29.4.2022, Einzeltermin am 13.5.2022, Einzeltermin am 3.6.2022, Einzeltermin am 17.6.2022, 14:00 - 18:30, U5/00.24
Einzeltermin am 1.7.2022, 14:00 - 18:30, U5/02.17
Einzeltermin am 8.7.2022, 14:00 - 18:30, U5/00.24
Voraussetzungen / Organisatorisches:
BA-Philosophie: Basismodul 2; Aufbaumodul 1; Vertiefungsmodul 1;
MA-Philosophie: Kernmodul 1; Schwerpunktmodul pPh 1+2; freie Spezialisierung 1+2;
LA-Philosophie: Basismodul 2; Vertiefungsmodul LA 4.
Inhalt:
Die heutige kapitalistische Marktwirtschaft ist ein äußerst mächtiges Instrument der Wertschöpfung und Bedürfnisbefriedigung für Milliarden von Menschen wie auch ein Instrument der Ausbeutung, Entfremdung und Zerstörung genau der Gesellschaften, denen sie eigentlich dienen soll. Wie lässt sie sich ethisch einhegen, und welche Ethiken sollen uns dabei leiten?
Bekanntlich gibt es bereits viele Herangehensweisen dazu: z.B. das moralisch oder gerechtigkeitstheoretisch inspirierte Setzen politischer Rahmenbedingungen und Anreizstrukturen, aufgeklärte Kaufentscheidungen von Konsumenten oder nachhaltiger Umgang mit Human- und Naturkapital. Diese verursachen allerdings nicht nur zusätzliche Kosten, sondern werfen grundlegende wirtschaftsethische Fragen auf, z.B.: Wie sieht eine gerechte Verteilung von Einkommen (hinsichtlich aller Einkommensarten) aus? Wie wird die Nutzung von von Gemeinschaftsgütern wie z.B. Badeseen oder öffentlichen Parks reguliert? Wie quantifizieren wir Öffentliche Güter, etwa natürliche und soziale Kapitalien wie z.B. gemäßigtes Klima, eine niedrige Kriminalitätsrate oder ein hohes gesellschaftliches Kultur- und Bildungsniveau? Wie lässt sich der Markt regulieren, ohne seine Triebkräfte zu ersticken, nämlich Wettbewerb, Innovationen und Schöpferische Zerstörung? Welche Aufgaben hat die Corporate Social Responsibility (CSR; Unternehmerische Sozialverantwortung), grundsätzlich und in Krisenzeiten?
Um diese und weitere Fragen zu beantworten, beschäftigen wir uns in dem Blockseminar mit Ideen und Theoremen aus maßgeblichen (wirtschafts-)ethischen Diskursen aus der Philosophie, der Ökonomischen Theorie und der Soziologie wie z.B. Tugend- bzw. Herren -Ethik, religiösen Moral- und Soziallehren, Gesinnungsethik, Utilitarismus, Marxismus, Ökonomische Spieltheorie und Neoliberalismus. Dazu gehören Texte u.a. von Aristoteles, Lévi-Strauss, Kant, de Sade, Hegel, Marx, Nietzsche, von Mises, Adorno, Marcuse, Marshall Sahlins, John Rawls, Peter Singer, Elinor Ostrom und anderen. Zusätzlich ist die Teilnahme an einem gemeinsamen englischsprachigen Online-Strategiespiel zur CSR möglich (erfordert eigenen Kostenbeitrag von EUR 15,- pro Person). Zur Einstimmung wird der online frei verfügbare Dokumentarfilm Master of the Universe (2013) von M. Bauder über die Finanzwirtschaft empfohlen: https://www.bpb.de/mediathek/video/225092/master-of-the-universe/

 

Workshop - Smart City - interne Veranstaltung

Dozent/in:
N.N.
Angaben:
Übung
Termine:
Blockveranstaltung 6.5.2022-7.5.2022 Fr, Sa, Zeit n.V., U2/00.25, U7/01.05

 

Workshop des Arbeitskreises ‚Philosophie, Theologie und Religion‘ der Gesellschaft für antike Philosophie (GanPh) zum Thema ‚Cicero: De divinatione‘

Dozent/in:
Marko Fuchs
Angaben:
Seminar
Termine:
Einzeltermin am 10.6.2022, 14:00 - 20:00, U11/00.16
Einzeltermin am 11.6.2022, 8:00 - 13:00, U11/00.16

 

Workshop Frauen in der Philosophie

Dozentinnen/Dozenten:
Jana Funk, Evelyn Höfer, Sebastian Meisel
Angaben:
Sonstige Lehrveranstaltung, Gender und Diversität
Termine:
Blockveranstaltung, 23.9.2022 10:00 - 25.9.2022 20:00, U5/01.17
Inhalt:
Philosophen? Das sind weiße alte Männer! Ist das eine überspitzte Aussage? Eigentlich nicht. Blicken wir auf die akademische Philosophie in Deutschland, so zeichnet sich diese nicht nur durch das überwiegend männliche wissenschaftliche Personal, sondern auch durch die fast ausschließliche Auseinandersetzung mit männlichen Repräsentanten der Philosophie aus. Von Platon über Kant zu Hegel und Rawls.

Warum fehlen Frauen in der Philosophie und warum fehlt eine Perspektivenvielfalt im akademischen Lernen und Lehren? In diesem Workshop wollen wir diese Problematik aufgreifen und durch verschiedene Brillen analysieren.

Indem wir uns mit Texten von Philosophinnen beschäftigen, wird es uns darum gehen, Frauen in der Philosophie sichtbarer zu machen. Weiterhin wollen wir aber auch gesellschaftliche Schieflagen reflektieren: Wie sexistisch ist die Philosophie? Welche Erfahrungen machen Studierende, Doktorand:innen und Dozent:innen? Welche institutionellen Veränderungen wären nötig, um (mehr) Gleichberechtigung zu ermöglichen? Welche Haltung ist nötig, um Philosophie als Perspektivenvielfalt zu praktizieren? Der Workshop wird diese und noch viele andere Fragen bearbeiten und dabei auch kollaborativ sein. Die Dozentin wird Impulsgeberin, aber vor allem auch Mitlernende sein. Seien Sie eingeladen mitzudenken und mitzudiskutieren! Es wird ein Fest! Für Nachfragen zum Workshop: nele-emma.mueller@stud.uni-bamberg.de

Anmeldungen sind bis zum 01.09.2022 unter der genannten Mail-Adresse möglich.

 

Zur Dekonstruktion der Zeit: Derrida, Aristoteles, Kant, Hegel, Heidegger

Dozentinnen/Dozenten:
Sebastian Meisel, Marko Fuchs
Angaben:
Seminar, Gaststudierendenverzeichnis, Studium Generale
Termine:
Mi, 14:00 - 16:00, U2/02.04
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studium Generale, Gasthörerverzeichnis, Exportmodule; BA-Philosophie: Aufbaumodul 2 (tPh), Vertiefungsmodul 2 (tPh), MA-Philosophie: Kernmodul 2 (tPh); Freie Spezialisierung 1+2; Erweiterungsbereich LA-Gym: Vertiefungsmodul LA 4
Inhalt:
Am bedrängendsten zeigt sich uns das Weitreichende des Anwesens dann, wenn wir bedenken, dass auch und gerade das Abwesen durch ein bisweilen ins Unheimliche gesteigertes Anwesen bestimmt bleibt. Dieses Zitat aus Heideggers Sein und Zeit steht am Beginn von Derridas frühem Text ousia et grammé aus den Marges de la philosophie (1972). Hier entwickelt Derrida Grundzüge seiner dekonstruktivistischen Denkfigur anhand eines an Heidegger orientierten Durchgangs durch entscheidende klassische Texte zur Theorie der Zeit, die so die kritische Diagnose Heideggers die Zeit insgesamt von der Gegenwart (dem Anwesen ) her und daher im Horizont eines vulgären Zeitverständnisses denken wohingegen es darauf ankomme, zu einem eigentlichen oder ursprünglichen Zeitverständnis vorzudringen und im Zuge dessen die abendländische Metaphysik der Präsenz zu dekonstruieren. Ziel des Seminars ist ein Nachdenken des schwierigen und zugleich perspektivenreichen Gedankengangs Derridas in ousia et grammé durch intensive Lektüren sowohl dieses Textes selbst als auch der dort untersuchten der klassischen Texte von Aristoteles, Kant, Hegel und Heidegger. Das Seminar ist insbesondere für fortgeschrittene Studierende im Bachelorstudium und Masterstudierende geeignet. Die Texte werden in Originalfassung und Übersetzung im VC-Kurs zum Seminar zur Verfügung gestellt.

 

‘‘Was ist Tugend? Thomas von Aquin und Meister Eckhart‘‘

Dozent/in:
Marko Fuchs
Angaben:
Seminar
Termine:
Mo, 18:00 - 20:00, U2/01.30
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Studium Generale, Gasthörerverzeichnis, Exportmodule; BA-Philosophie: Basismodul 2+4 (pPh. + phA), Aufbaumodul 1 (pPh), Vertiefungsmodul 1+3 (pPh+phA); MA-Philosophie: Kernmodul 1 (pPh), Schwerpunktmodul phA 1+2; Freie Spezialisierung 1+2; Erweiterungsbereich LA-Gym: Basismodul 2+4 (pPh+phA), Vertiefungsmodul LA 4; LA-GS/HS/RS: Basismodul 2+4 (pPh+phA); EWS-Module 1+2. BA+MA Mittelalterstudien
Inhalt:
Ein Seminar zum Tugendbegriff bei Thomas von Aquin und Meister Eckart scheint bestenfalls ein rein historisches Interesse und zumal eines an eher abgelegenen und abseitigen Konstellationen befriedigen zu können. Denn zwar hat der Tugendbegriff in den gegenwärtigen moralphilosophischen Debatten seit einiger Zeit wieder Konjunktur. Und hierbei verbinden sich systematische Fragen, etwa nach Definition, Funktion und Erwerb von Tugenden sowie nach der Beziehung von Tugendethik zu anderen ethischen Ansätzen, durchaus auch mit philosophiehistorischen Zugängen. Allerdings wird, den Bedürfnissen der Gegenwart entsprechend, hierbei insbesondere die antike Tugendethik des Aristoteles eingehender rezipiert. Demgegenüber wird mittelalterlichen Entwürfen eher wenig Beachtung geschenkt. Ein Grund hierfür dürfte die verbreitete Ansicht sein, dass das mittelalterliche Denken, paradigmatisch dasjenige des Thomas von Aquin, in seiner Rezeption der aristotelischen Ethik den dort entwickelten Begriff der Tugend christlich-theologisch und damit religiös imprägniert und transformiert. Und noch offensichtlicher als beim Aquinaten scheint diese Ansicht bei dessen Ordensbruder Meister Eckhart Bestätigung zu finden, der in seiner in der Regel unter dem Rubrum ‚Mystik‘ taxierten Denkform alle Tugenden letztlich mit Gott und dessen Wirken im Subjekt identifiziert. Im Seminar werden einschlägige Textpassagen der beiden Autoren intensiv gelesen und deren Auffassung von Begriff, Funktion und Begründung der Tugenden rekonstruiert.
Empfohlene Literatur:
Die Texte werden in Originalfassung und Übersetzung im VC-Kurs zum Seminar zur Verfügung gestellt. Weiterführende Literaturhinweise werden im Laufe des Seminars gegeben.



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