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  Feminismus aus Notwendigkeit: Lektüren feministischer Schlüsseltexte von Olympe de Gouges bis Simone de Beauvoir

Dozent/in
Dr. Sahar Daryab

Angaben
Seminar
Rein Präsenz
Unterrichtssprache Deutsch
Zeit und Ort: Mi 14:00 - 16:00, OK8/02.04

Voraussetzungen / Organisatorisches
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Diversität und Medien: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
(Bis Sommersemester 2025: Literatur- Medien- und Kulturtheorie)
Erweiterung Diversität und Medien: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
(Bis Sommersemester 2025: Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

Dieses Seminar kann im Modul Diversität und Medien und im Modul Film und Bildwissenschaft als Vorlesung mit 2 ECTS angerechnet werden.

Anmeldung/Abmeldung vom 21.09.2026 (10:00 Uhr) bis 19.10.2026 (23.59 Uhr) über FlexNow.
Zum Ablauf der Veranstaltung beachten Sie nach Ihrer Anmeldung bitte die Hinweise im entsprechenden VC-Kurs.

Inhalt
Ist die Debatte über den weiblichen Körper in den sozialen Medien und der Öffentlichkeit eine echte Befreiung der Frau aus den Grenzen ihrer Anatomie? Oder führt sie im Gegenteil zu einer Überzentrierung des Physischen? Ist es bereits feministische Handlungsmacht, wenn Frauen ihren Körper der männerdominierten Geldmaschinerie entreißen und die Vermarktung selbst übernehmen? Oder verharren sie damit erneut in einer rein körperbezogenen Selbstbestimmung und vertiefen den traditionellen Körper-Geist-Dualismus aufs Neue? Um die theoretischen Paradoxien der Gegenwart zu verstehen, möchten wir in die Vergangenheit zurückblicken und uns der feministischen Theoriegeschichte zuwenden. Welchen Wandlungen unterlag der Begriff des Feminismus? Aus welchen historischen Notwendigkeiten heraus formierten sich die ersten Frauenbewegungen, und wie konstituierte sich Geschlechterkritik als eigenständiges theoretisches Feld? Diese Denkbewegung setzt keineswegs erst 1949 mit Simone de Beauvoirs „Das zweite Geschlecht“ ein. Bereits ab dem 18. Jahrhundert formierten sich radikale Schriften, die die Geschlechterordnung nicht mehr als naturgegeben, sondern als politisch konstruiert offenlegten und den Anspruch erhoben, aus der Philosophie in die Realpolitik zu wirken. In diesem Seminar widmen wir uns jenen Grundlagentexten, die das Fundament für eine geschlechterkritische Auseinandersetzung mit der Welt gelegt haben – unter anderem von Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft, Sojourner Truth, Hedwig Dohm, Helene Stöcker, Rosa Mayreder und Marianne Weber.

Ich freue mich auf die gemeinsame Textarbeit und den Austausch mit Ihnen!

Literaturhinweise zur Vorbereitung:

Die Primärtexte stehen Ihnen ab der zweiten Semesterwoche im VC zur Verfügung. Zur Vorbereitung empfiehlt sich die Lektüre einer allgemeinen Einführung in die feministische Theoriebildung. Auch wenn diese historisch meist erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts ansetzen, bieten sie ein solides begriffliches Fundament. Für einen historischen Überblick über die Entstehung der Bewegung eignet sich zudem die Beschäftigung mit ihrer Geschichte.

Regina Becker-Schmidt und Gudrun-Axeli Knapp: Feministische Theorien zur Einführung, Hamburg 2020.
Barbara Holland-Cunz: Die alte neue Frauenfrage, Frankfurt am Main 2007.
Ute Gerhard: Frauenbewegung und Feminismus. Eine Geschichte seit 1789, München 2020 (2009).

Englischsprachige Informationen:
Title:
Feminism Out of Necessity: Readings of Key Feminist Texts from Olympe de Gouges to Simone de Beauvoir

Institution: Lehrstuhl für Literatur und Medien

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