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  Freaks: Eine Kultur- und Körpergeschichte

Dozent/in
Prof. Dr. Jörn Glasenapp

Angaben
Seminar
Rein Online
2 SWS
Zeit: Mi 10:00 - 12:00

Voraussetzungen / Organisatorisches
Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)

An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung vom 12.03.2021, 10:00 Uhr bis 19.04.2021 23:59 Uhr über FlexNow

Inhalt
In diesem – das sei vorausgeschickt – sehr lektüre- und sichtungsintensiven Seminar werden wir uns damit beschäftigen, wie aus Menschen Freaks (gemacht) werden. Zudem wird es uns um die von Freaks (unfreiwillig) geleistete kulturelle Arbeit gehen: die Affirmierung der normate-basierten Identität. Hierzu werden wir uns zunächst einmal mit zentralen Positionen der Freak Studies vertraut machen, unter anderem jenen von Leslie A. Fiedler (1978), Robert Bogdan (1988) und Rosemarie Garland Thomson (1996). Darüber hinaus werden wir aber auch ‚Theorieklassiker‘ zur menschlichen Devianz(-bildung) behandeln, so unter anderem Erving Goffmans große Stigma-Studie (1963) sowie Michel Foucaults Vorlesung Die Anormalen (1974/75). Dass wir uns thematisch, theoretisch und methodisch durchweg im Bereich der Disability Studies bewegen werden, in die das Seminar gleichsam en passant einführen soll, versteht sich von selbst.

In der zweiten Hälfte des Seminars werden wir verschiedene Repräsentationen von Freaks, Freakshows und monströsen Körpern in der Literatur, im Film und der TV-Serie in den Blick nehmen. Befassen werden wir uns hierbei mit

1. dem von Martin F. Norden sicher nicht ganz zu Unrecht als „one of the most disturbing films ever made“ titulierten Film FREAKS (Tod Browning, 1932),
2. den Fotografien von Diane Arbus (und Susan Sontags scharfer Kritik an ihnen),
3. David Lynchs so ganz und gar nicht lynchian THE ELEPHANT MAN (1980),
4. dem manchen als Kult geltenden Familienroman „Geek Love“ (1989) von Katherine Dunn sowie – ganz wichtig –
5. der vielleicht besten ‚ungesehenen‘ TV-Serie der Welt, CARNIVÀLE (2003-2005).

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:

Robert Bogdan: Freak Show: Presenting Human Oddities for Amusement and Profit, Chicago 1988.
Leonard Cassuto: „Freak“, in: Rachel Adams, Benjamin Reiss und David Serlin (Hrsg.): Keywords for Disability Studies, New York, London 2015, S. 85-89.
Justin D. Edwards und Rune Graulund: Grotesque, London und New York 2013.
Fiedler, Leslie A.: Freaks: Myths and Images of the Secret Self, New York 1978.
Markus Dederich: Körper, Kultur und Behinderung: Eine Einführung in die Disability Studies, Bielefeld 2007.
Rosemarie Garland Thomson (Hrsg.): Freakery: Cultural Spectacles of the Extraordinary Body, New York 1996.
Martin F. Norden: The Cinema of Isolation: A History of Physical Disability in the Movies, New Brunswick 1994.
Beate Ochsner: DeMONSTRAtion: Zur Repräsentation des Monsters und des Monströsen in Literatur, Fotografie und Film, Heidelberg 2010.
Birgit Stammberger: Monster und Freaks: Eine Wissensgeschichte außergewöhnlicher Körper im 19. Jahrhundert, Bielefeld 2011.
Anne Waldenschmidt: Disability Studies zur Einführung, Hamburg 2020.

Englischsprachige Informationen:
Title:
Freaks: A Culture and Body History

Credits: 8

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