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  PS (für Latinisten): Musen, Manie und Inspirationstheorie bei den Griechen

Dozent/in
Jakob Lenz, M.A.

Angaben
Proseminar
2 SWS, benoteter Schein
Zentrum für Mittelalterstudien
Zeit und Ort: Mo 16:00 - 18:00, U7/01.05 (außer Mo 25.11.2019); Einzeltermin am 25.11.2019 16:00 - 18:00, U5/02.18

Voraussetzungen / Organisatorisches
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist das Graecum.

Erwartet werden regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit.

Leistungsnachweis: Portfolio

Modulzugehörigkeit:
Lehramt: Studienbeginn vor SoSe 2014:
LA-Latein: Einzelmodul Kulturwissen (4 ECTS; 5 ECTS bei Studienbeginn ab WS 2011/12 und Modulbeginn ab SoSe 2013)

Lehramt: Studienbeginn ab SoSe 2014
LA-Latein: Basismodul Kulturwissen Griechisch (5 ECTS)

BA: Studienbeginn ab WS 2013/14
BA-Latinistik: Aufbaumodul Griechisch (5 ECTS), wenn nicht gleichzeitig BA-Gräzistik studiert wird

FlexNow-Anmeldung zur Teilnahme an der Lehrveranstaltung ab 23. September 2019, 14.00 Uhr;
FlexNow-Abmeldung von der Teilnahme an der Lehrveranstaltung bis 18. Oktober 2019, 23.59 Uhr

Inhalt
Seit den ersten Versen der Ilias verdanken wir die griechische Dichtung dem göttlichen Beistand der Musen. Doch wer sind diese Gestalten eigentlich, was leisten sie für den Dichter, und wie muss man sich die Inspiration genau vorstellen? Wer kommt in den Genuss dieser Gabe, was bewirkt sie und inwiefern nützt sie der Literatur und Kunst? Wird man durch Inspiration verrückt, abhängig, unselbständig oder wird man vielleicht selbst ein Stück weit göttlich? Wie passt die göttliche Inspiration zur Vorstellung von einem Dichter als einer professionellen, auch intellektuellen, kritischen, vielleicht politischen Figur? Wenn die musische Inspiration als kreative Ekstase zugleich eine Form von Wahnsinn ist, (wie) kann und soll man sie wissenschaftlich erklären und entzaubern, medizinisch behandeln, vielleicht gänzlich aus dem Staat entfernen? Braucht es eine Impfpflicht gegen die Inspiration oder soll man das göttliche Wirken gerade nicht abwehren und ausgrenzen, sondern akzeptieren und im menschlichen Dasein integrieren?

Diesen vielfältigen Zusammenhang von Musen , Manie und Inspirationstheorie erschließen wir uns im Zuge des Seminars. Die Beispieltexte decken verschiedene Gattungen, Epochen, Autoren und Sprachstufen der griechischen Literatur von Homer und Hesiod (die Musen und das Selbstverständnis epischer Dichter/Dichtung), über die Klassik (z.B. medizinisch-rationale Perspektiven auf Manie , platonische Psychologie & Inspirationstheorie; dionysische Ekstase der Tragödie) bis in die nachklassische Zeit ab. Sie schaffen Anknüpfungspunkte für komparatistische Gedanken: Wie greift die lateinische Literatur die Musen-Inspiration auf? Wie hängen der christliche Heilige Geist oder das Pfingstgeschehen an der paganen Inspirationstheorie? Und warum braucht der ,geniale Dichter der Moderne keine Musen mehr?

Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die griechischen Texte (mit Hilfen zur Erschließung), die wir teils in Auszügen und teils (zweisprachig) als Werkganzes betrachten. So richtet sich das Seminar besonders an Studierende, die nach dem Graecum eine Auswahl griechischer Originaltexte durchdringen wollen.

Zum Scheinerwerb sind Beiträge zu einem Portfolio (z.B. einführendes Kurzreferat zu einem Text; Kurzessay zur Interpretation) vorgesehen.

Die erste Sitzung beginnt mit den Proömien von Ilias und Odyssee. Alle Interessierten sind willkommen!

Englischsprachige Informationen:
Credits: 6

Institution: Professur für Klassische Philologie/Schwerpunkt Gräzistik

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