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Einrichtungen >> Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften >> Institut für Germanistik >> Lehrstuhl für Literatur und Medien >>
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Genres der Science-Fiction: Spekulieren, Imaginieren, Fabulieren
- Dozent/in
- Dr. Georg Dickmann
- Angaben
- Seminar
Rein Präsenz Unterrichtssprache Deutsch
Zeit und Ort: Mi 12:00 - 14:00, MG1/02.06
- Voraussetzungen / Organisatorisches
- Modulzugehörigkeiten des Masters Literatur und Medien:
Medienwissenschaftliche Grundlagen: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Erweiterung Film- und Bildwissenschaft: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
Diversität und Medien: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
(Bis Sommersemester 2025: Literatur- Medien- und Kulturtheorie)
Erweiterung Diversität und Medien: Seminar (Referat + Hausarbeit, 8 ECTS)
(Bis Sommersemester 2025: Erweiterung Literatur-, Medien- und Kulturtheorie)
Profilmodul: Seminar (Referat + mündliche Prüfung, 6 ECTS)
Profilmodul: Übung (Referat, 4 ECTS)
Anmeldung/Abmeldung vom 23.03.2026 (10:00 Uhr) bis 20.04.2026 (23.59 Uhr) über FlexNow und im entsprechenden VC-Kurs.
- Inhalt
- Das Seminar widmet sich der Zukunft als produktiver Kategorie des Denkens und der medienästhetischen Gestaltung. Ein zentrales Anliegen ist die theoretische Kartierung der Begriffe Spekulation, Imagination und Fabulation, wobei deren systematische Differenzen und Schnittmengen herausgearbeitet werden. Es gilt, jene medialen Verfahren zu analysieren, mit denen kommende Welten entworfen, antizipiert und kritisch verhandelt werden.
Das Seminar führt dabei diachron durch die maßgeblichen Genres der Science-Fiction: Der Bogen spannt sich von den Fundamenten der klassischen Utopie (Thomas Morus) über den technologischen Visionen des Cyberpunk (William Gibson), bis zu den spekulativen Fiktionen der Gegenwart. Dabei rückt das spannungsvolle Verhältnis zwischen Utopie, Dystopie und Heterotopie in den Fokus, um die Materialisierung gesellschaftlicher Ängste und die Konstruktion von Gegenorten nachzuvollziehen. Anhand von Schlüsseltexten von Ursula K. Le Guin und Octavia Butler diskutiert der Kurs zudem das spekulative Fabulieren als wirkmächtiges Werkzeug zur Dekonstruktion von Machtstrukturen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden zeitgenössische Konzepte der Eco-Science-Fiction. Wir analysieren darin die Ästhetik des Anthropozäns, beispielhaft verdeutlicht durch Alex Garlands Interpretation von Jeff VanderMeers Annihilation. Die Auseinandersetzung mit dem Spekulieren als epistemische Praxis erlaubt es schließlich zu hinterfragen, wie literarische und mediale Architekturen die Grenzen des Denkbaren in einer sich ökologisch wandelnden Welt verschieben.
- Empfohlene Literatur
- Michel Foucault: Die Heterotopien. Der utopische Körper. Zwei Radiovorträge, Suhrkamp 2005.
Donna J. Haraway: Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän, Campus 2018.
Isabella Hermann: Science-Fiction zur Einführung, Junius 2023.
Fredric Jameson: Archaeologies of the Future: The Desire Called Utopia and Other Science Fictions,
Thomas Schölderle: Geschichte der Utopie. Eine Einführung, Köln 2012
- Englischsprachige Informationen:
- Title:
- Genres of Science Fiction: Speculation, Imagination, Fiction
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